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Bucher Industries: Umsatzrückgang und Kurzarbeit

Das Technologieunternehmen erlitt letztes Jahr einen Umsatzrückgang. Schon anfang Jahr gab das unter anderem bei Fruchtverarbeitungsanlagen renommierte Unternehmen bekannt, Kurzarbeit einzuführen.

von PD/HPS

Bucher Unipektin an der Anuga FoodTec in Köln. (März 2015) (Bild: hps)

Dass 2015 für Bucher kein gutes Jahr werden würde, hatte sich bereits abgezeichnet: Die Zahlen in den Quartalsberichte waren rückläufig. Der starke Franken und die sinkenden Getreidepreise machten dem Unternehmen zu schaffen, wie das Unternehmen in der Mitteilung schreibt.

Der Umsatz des Konzerns sank im letzten Jahr um 11,2 Prozent auf noch 2,49 Milliarden Franken. Ein grosser Teil des Rückgangs ist zwar durch Währungseffekte bedingt. Aber auch ohne diese wäre der Umsatz noch um 4,4 Prozent geschrumpft.

Alle Sparten des Unternehmens erzielten weniger Umsatz. Besonders schlecht lief es für die wichtigste Division, die Kuhn Group, die Landmaschinen herstellt. Der Umsatz dieser Sparte sank um 15,3 Prozent auf 1,07 Milliarden Franken. Die sinkenden Preise im Ackerbau und in der Milchwirtschaft hätten die Einkommen der Landwirte deutlich geschmälert. Das habe deren Investitionsbereitschaft markant geschmälert.

Bei Bucher Specials habe sich die Nachfrage nach Anlagen für die Weinproduktion gegenüber dem sehr belebten Vorjahr normalisiert, schreibt das Unternehmen. Hier ging der Umsatz auf 257 Mrd Franken (-16%) und der Auftragseingang auf 238 Mrd (-21%) zurück. Der starke Franken belastete die Nachfrage bei Fruchtsaftanlagen und auch der rückläufige Bierkonsum wirkte negativ.

Schon anfang Jahr gab Bucher Unipektin bekannt, dass es seine Produktion drosseln wolle und hat per 1. Januar 2016 Kurzarbeit eingeführt. Zwei Drittel der rund 100 Angestellten seien betroffen; sie arbeiten vorübergehend nur noch drei Tage in der Woche. Diese Massnahmen sollen bis Ende März dauern.