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Bell steigert Gewinn um 8 Prozent

Der Fleischverarbeiter Bell steigert den Umsatz und Gewinn und baut die Marktposition weiter aus.

von PD/HPS

Die Schweiz ist immer noch der grösste Absatzmarkt für Bell.
Wichtigster Wachstumstreiber war die Vollkonsolidierung der Hilcona.
Jürgen Hilti und Gerhard Evers, Präsident des Verwaltungsrates und CEO des Unternehmens (Bild: cafe-future)

«Der Bruttogewinn überschritt erstmals die Schwelle von 1 Milliarde Franken». Diese Nachricht schreibt der zu Coop gehörende Fleischverarbeiter Bell. Auch der Gewinn konnte das Unternehmen im 2015 steigern und zwar um 8 Prozent auf 94,8 Millionen Franken. Gleichzeitig stieg der Umsatz wegen der Übernahme des Fertiggerichte-Produzenten Hilcona um 8,5 Prozent auf 2,82 Milliarden Franken. Das abgesetzte Volumen legte um 27,7 Prozent auf 375’308 Tonnen zu. Damit steigerte sich der Absatz stärker als der Umsatz.  Denn das Unternehmen musste währungsbedingte Umrechnungsdifferenzen von 89 Millionen Franken einstecken. Hinzu kamen Preisnachlässe von 13 Millionen Franken, welche zusätzlich den Umsatz belastet hätten, wie Bell in der Medienmitteilung schreibt. In der Schweiz – dem grössten Markt für Bell – nahmen sowohl das Absatzvolumen als auch der Umsatz leicht zu.

Bell verkaufte mit 123’000 Tonnen 1,1 Prozent mehr Lebensmittel.

Beim Umsatz schlug sich das in einem Wachstum von 0,5 Prozent auf 1,85 Milliarden Franken nieder. Die Steigerung kam trotz wachsendem Einkaufstourismus zustande. In der Division Deutschland sank der Umsatz in Euro um 1,6 Prozent, in Franken sogar um 13,6 Prozent auf noch 423 Millionen. Die Absatzmenge sank um 1,7 Prozent. In der Division International sank der Umsatz in Franken um 17,5 Prozent auf 225 Millionen Franken. Auch in Frankreich und Tschechien machte Bell weniger Umsatz. In Polen und Ungarn legte der Umsatz hingegen zu und das Absatzvolumen stieg um 7 Prozent. Im Ausblick rechnet Bell 2016 mit einem weiteren anspruchsvollen Jahr mit höheren Rohstoffpreisen und schärferem Wettbewerb. Im Fokus steht die Integration der beiden Zukäufe – die Zürcher Salatgruppe Eisberg und der österreichische Geflügelspezialist Huber.

Mit Huber eröffnet sich dem Basler Konzern der Zugang zu einem bedeutenden Rohstoff und eine neue Produktegruppe für Österreich und Deutschland. Eisberg soll bei Hilcona den Salatebereich stärken.

Weiter steht ein Investitionsprogramm am Standort Schweiz an wie die Nachrichtenagentur sda meldet. In Basel und Oensingen SO will Bell in den nächsten Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag investieren. In Basel sollen neue Werke für Charcuterie und Meeresfrüchte sowie ein Verwaltungsgebäude entstehen.

In Oensingen will Bell neue Werke für die Schweineverarbeitung sowie für Frisch- und Tiefkühlprodukte bauen. Daneben wird dort ein Erweiterungsbau ins Auge gefasst.

Den Aktionären soll eine um 8 Prozent höhere Dividende von 70 Franken ausgeschüttet werden nach 65 Franken im Vorjahr. Da die Aktie mittlerweile ein hohes absolutes Kursniveau erreicht hat und um die Handelbarkeit wieder zu verbessern, beantragt der Verwaltungsrat ausserdem einen Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 10.