Datum:

M-Industrie wächst um vier Prozent

Die Migros-Industriebetriebe sind 2015 trotz Frankenstärke und Einkaufstourismus gewachsen und konnten den Umsatz um vier Prozent auf 6,255 Milliarden Franken erhöhen – nicht zuletzt dank Akquisitionen.

von Hans Peter Schneider

M-Industrie-Chef Walter Huber.

Kaffeekapseln und Kosmetik sind die erfolgreichsten Sparten der Migros-Industrie, mit den beiden Unternehmen Delica und Mibelle. Die Division «Schokolade, Kaffe, Kaugummi, Reis», zu der Delica und Chocolat Frey gehören, realisierte 2015 eine 7,6-prozentige Steigerung des Nettoumsatzes auf 797 Millionen. Der Exportanteil beträgt dabei 33,8 Prozent. «Wir haben mit Kapseln Boden gutgemacht», sagte M-Industriechef Walter Huber an der Präsentation der Jahreszahlen in Zürich. Sogar 43 Prozent beträgt der Exportanteil bei Near-Food oder der Kosmetiksparte mit Mibelle. Diese produziert zum Beispiel für die deutsche Drogeriekette DM. Zudem hat Migros in Grossbritannien die Mehrheit am Kosmetikunternehmen Quantum Beauty Company (QBC) erworben. Dieses Segment steigert sich um 2,2 Prozent.
Auch die Grosshandelssparte – mit Saviva und neu dem Eierverarbeitungsbetrieb Lüchinger+Schmid – realisierte eine Steigerung, um 34 Prozent auf 761 Mio. Franken. Der Umsatz der ganzen Migros-Industrie stieg um 4 Prozent auf 6,255 Mrd. Franken. Dies trotz Frankenstärke. Walter Huber sagte: «Ich bin happy, dass wir zulegen konnten».

Migros-«Binnenmarkt» wächst

Den Grossteil des Umsatzes erzielte die M-Industrie wie bisher mit der Migros-Gruppe.Dieser Anteil wuchs 2015 um 2,1 Prozent und erreichte 4,5 Mrd. Franken. Überproportional habe sich das Geschäft mit Denner, Migrolino und LeShop entwickelt, sagte Huber. Der Umsatz mit Dritten stieg um 8,9 Prozent auf 1,76 Millarden. Darin enthalten ist auch das Geschäft mit Grossverbrauchern, das gar um 10 Prozent auf 1,1 Mrd. Franken zulegen konnte. Dieser Umsatzsprung sei jedoch in erster Linie auf die erstmals mitgerechnete Lüchinger+ Schmid-Gruppe zurückzuführen, sagte Huber. Insgesamt sei der Gesamtmarkt geschrumpft, weil sich hier der Einkaufstourismus und das Ausbleiben von ausländischen Touristen stark auf das Gastronomiegeschäft ausgewirkt habe. Das internationale Geschäft, das aus den Exporten und den Auslandsstandorten besteht, legte um 8,8 Prozent auf 681 Mio. Franken zu. Hauptwachstumstreiber war hier das Kaffeekapselgeschäft. hanspeter.schneider@rubmedia.ch