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«Man muss jede Konkurrenz ernst nehmen»

Andere Biomarken könnte der Grossverteiler jederzeit ins Sortiment aufnehmen, erklärt Frische-Leiter Philipp Wyss im Interview.

Philipp Wyss: «Coop beschafft Schweizer Teigwaren noch für das Bio- und «Miini-Region»-Segment aus der Schweiz.»

Coop investiert viel Geld in Produktionsbetriebe, zum Beispiel in Schafisheim und in Pratteln. Will Coop künftig eine grössere Rolle in der Verarbeitung von Lebensmitteln spielen? Wir investieren gezielt in wichtige Bereiche in der Produktion und in der Logistik, um noch effizienter zu werden und für die Zukunft gerüstet zu sein. Dabei setzen wir weiter stark auf den Schweizer Wirtschaftsstandort und unsere Qualitätsprodukte. Warum hat Coop den Teigwarenhersteller «Pasta Gala» geschlossen? Für Aussenstehende war das schwer verständlich. Um den Produktionsstandort langfristig betreiben zu können, wären hohe Investitionen nötig geworden. Angesichts dieser hohen Investitionen wäre die Wirtschaftlichkeit nicht mehr gewährleistet und nachhaltig gewesen. Die Bioprodukte kommen ja gleichwohl aus der Schweiz und in Italien und in Frankreich sind viele konkurrenzfähige Anbieter mit Top-Produkten auf dem Markt. Ist der Auslandanteil ist bei Teigwaren gestiegen? Er ist gestiegen. Ein grosser Teil der Teigwaren stammt aus Italien und dem Elsass. Die Spezialitäten und Bioteigwaren aber stammen nach wie vor aus der Schweiz. Und für die «Miini Region»-Artikel arbeiten wir mit verschiedenen spannenden lokalen Schweizer Produzenten zusammen. Hier haben wir den Anteil stark ausgebaut. Allein unter«Miini Region» und «Schweizer Pärke» haben wir über 100 verschiedene Teigwaren-Artikel. Was passiert mit der Grossbäckerei HiCoPain? Das Joint Venture zwischen Coop und Hiestand wird auf Ende 2016 beendet. Coop wird die Herstellung von tiefgekühlten Backwaren schrittweise in Schafisheim übernehmen. Dies hat nicht nur eine Vereinfachung der Vertriebsstrukturen und Prozesse zur Folge. Dank neuster Technologien bedeutet es auch eine Verbesserung der Qualität der Brot- und Backwaren und damit einen weiteren Schritt hin zu noch mehr Frische. Für die Herstellung von einzelnen Backwaren wird Coop aber weiterhin von HiCoPain in Dagmersellen beliefert. Die Schweizer Biscuitsindustrie hat letztes Jahr einen Umsatzrückgang erlebt. Zudem ist der Importanteil an Biscuits stark gestiegen. Verkauft Coop mehr ausländische Guetzli? Wir setzen vor allem auf starke Schweizer Marken wie Kambly oder Hug. Und wir fördern regionale Spezialitäten wie Basler Leckerli oder Gottlieber Hüppen. Die Bell-Gruppe wird per 1. April 2016 die Eisberg-Gruppe übernehmen, falls die Wettbewerbskommission zustimmt. Was haben Sie mit Eisberg vor? Schnellverpflegung und Ausserhauskonsum sind heute stark im Trend. Wir wollen unsere Leaderposition im Frischconvenience-Bereich weiter ausbauen. Eisberg ist hierzu eine ideale Ergänzung. Werden auch Bioprodukte von Eisberg verkauft? Wir haben noch nicht entschieden, was Eisberg künftig alles für uns herstellen wird. Aktuell ist es auch noch zu früh, um über Sortimente zu sprechen. Die Kernkompetenz wird sicher beim Eisbergsalat bleiben. Was genau beabsichtigen Sie mit der übernommenen deutschen Molkerei EGV Unna AG? Mit dem Erwerb der EGV Unna AG in Deutschland erhöht die Transgourmet ihre Kompetenz im Bereich der Molkereiprodukte. Gleichzeitig wird die Zukunftsfähigkeit der EGV durch das breite Sortiment der Transgourmet gesichert. Coop ist im Biosegment der unangefochtene Leader. Fürchten Sie die Konkurrenz von Alnatura und Migros? Jede Konkurrenz muss man ernst nehmen. Doch Alnatura macht in Deutschland gerade mal 750 Millionen Euro Umsatz. Wir mit unseren Naturaplan-Produkten mit der Knospe in der vergleichbar kleinen Schweiz schon über eine Milliarde Franken. In Deutschland gibt es natürlich auch andere Biomarken. Diese könnten wir schon morgen ins Sortiment aufnehmen. Wir haben aber kein Interesse daran. Billig-Bio kommt bei uns nicht ins Regal. Interview: Hans Peter Schneider

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