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Milchbauern wollen Massnahmen zur Marktstabilisierung weiterführen

Der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten will die Massnahmen zur Stabilisierung des Milchmarktes fortführen. Er schlägt deshalb einen Abzug von maximal 0,35 Rp./kg bis Ende 2016 vor, mit dem der Export überschüssiger Milch finanziert werden soll. Der Entscheid fällt am 12. April 2016 an der Delegiertenversammlung.

von lid

Die Situation auf dem Schweizer Milchmarkt sei weiterhin angespannt und von einem schwierigen und unsicheren Umfeld geprägt, schreiben die Schweizer Milchproduzenten (SMP) in einer Mitteilung. Deshalb sei es notwendig, dass alle Milchbauern ihren Anteil zur Finanzierung von marktstabilisierenden Massnahmen beitragen. Der SMP-Vorstand schlägt einen Abzug von maximal 0,35 Rp./kg Milch bis Ende 2016 vor. Wie viel Geld letztlich eingesetzt wird für die Marktabräumung, beschliesst der Vorstand je nach Marksituation. Über die Finanzierung werden die Delegierten am 12. April 2016 abstimmen. Im Frühjahr 2014 haben die SMP zusammen mit den zehn grössten regionalen Milchvermarktungsorganisationen die Firma LactoFama AG gegründet. Diese stabilisiert den Schweizer Markt, indem sie überschüssige Milch aufkauft und exportiert. Das mindert den Druck auf die Produzentenpreise. Die SMP prüft nun verschiedene Alternativen zum Export. Unter anderem wird erwogen, das Programm „Swiss milk inside“ fortzuführen bzw. vermehrt Milchfett in der Fütterung und der Lebensmittelindustrie einzusetzen.