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Frankenstärke und Ukraine-Krise belasten Vetropack

Der Flaschen- und Glasverpackungshersteller Vetropack hat im vergangenen Jahr weniger Gewinn und Umsatz, trotz steigendem Absatz erzielt. Die Frankenstärke und die Krise in der Ukraine haben Spuren im Ergebnis hinterlassen.

von pd/hps

Der Umsatz und der Gewinn von Vetropack ist gesunken.

Die Vetropack-Gruppe setzte insgesamt 4,64 Milliarden Stück Verpackungsglas ab. Das sind zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Der Nettoerlös von Vetropack ist indes von 599,3 Millionen Franken auf 557 Millionen gesunken, wie das Unternehmen meldete. Der Konzerngewinn ist von 49,2 Millionen im 2014 auf 42,1 Millionen im 2015 gesunken. Vor allem der starke Franken führte zu diesem tieferen ausgewiesenen Erlös und Gewinn; dennoch blieb der Cash Flow auf Vorjahresniveau, von 103.7 Millionen (107,2 Mio. im 2014)Die Akquisition eines Glaswerks in Italien habe zu einer Steigerung des Absatzes und der währungsbereinigten Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen um 9 Prozent geführt.

Vetropack setzte 4,64 Milliarden Stück Glasverpackungen ab

Davon stammten 162,2 Millionen Stück Glas aus der italienischen Produktion, schreibt Vetropack. Gesamthaft betrachtet entfielen auf die Inlandmärkte 55,7 Prozent des Stückverkaufs und auf die Exportmärkte 44,3 Prozent. Mit diesem Absatz erwirtschaftete die Vetropack-Gruppe konsolidierte Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen von 557 Millionen Franken, was einem nominellen Rückgang von 7,1 Prozent entsprach. Massgebend dafür waren vor allem die Aufhebung der Bindung des Schweizer Frankens an den Euro sowie der Kurszerfall der ukrainischen Hrivna. Das führte zu einem währungsbedingten Verlust auf den Nettoerlösen von gut 16 Prozent. Währungsbereinigt stiegen die Nettoerlöse jedoch auf gut 653 Millionen Franken.

Währungsbereinigt und ohne die Akquisition in Italien betrugen die Nettoerlöse knapp 623 Millionen Franken (2014 ohne Vetropack Italia S.r.l.: 599,3 Millionen Franken). Der Konzerngewinn betrug etwas mehr als 42 Millionen Franken (2014: CHF 49,2 Mio.). Der Cash Flow blieb mit 103,7 Millionen Franken auf dem hohen Niveau des Vorjahrs, heisst es weiter. Dank der hohen Nettoliquidität des Vorjahrs konnte die Akquisition der italienischen Tochtergesellschaft vollumfänglich aus eigenen Mitteln finanziert werden.

Konsumrückgang in der Ukraine Die Vetropack-Gruppe investierte 2015 insgesamt 65 Millionen Franken (2014: 74,3 Millionen Franken). Im Zentrum standen Revisionsarbeiten der beiden Schmelzwannen im österreichischen Werk Kremsmünster und im kroatischen Werk Straža. Diese turnusmässigen Reparaturen führten zu zeitlich begrenzten Produktionsunterbrüchen. Im ukrainischen Vetropack-Werk musste die Produktion aufgrund des Konsumrückgangs leicht gedrosselt werden. Alle anderen Produktionskapazitäten waren voll ausgelastet.

Ende des Berichtsjahrs beschäftigte die Vetropack-Gruppe 3228 Mitarbeitende (31. Dezember 2014: 2985 Personen). 255 davon arbeiteten im italienischen Glaswerk. Am Standort in Bülach befindet sich das Gruppenmanagement. Zur Vetropack-Gruppe gehören Tochtergesellschaften in der Schweiz, in Österreich, Tschechien, in der Slowakei, in Kroatien, in der Ukraine und in Italien.