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Mit Seafood im Tank

Biodiesel im Transportwesen ist gang und gäbe. Nun wird der Delikatessenfisch auch gleich mit dem Camion angeliefert, der mit Biodiesel aus Fischabfällen betrieben wird.

von pd/hps

Der neue Scania P320 LB 4x2 kann mit 100 Prozent Biodiesel gefahren werden. (Bild: zVg)
Der sichtlich stolze Fahrer Luis Pimenta vor seinem Scania.-Truck. (Bild: zVg)
Der neue Camion neben dem Firmenschild mit dem roten Krebs. (Bild: zVg)

Was vorne draufsteht – damit läufts auch. Die Lastwagen von Traiteur G. Bianchi sind mit einem grossen roten Krebs bemalt und: Sie fahren auch mit Seafood. Genau genommen mit Biodiesel aus Fischabfällen. So liefert der neueste Lastwagen, ein Scania P320 LB 4×2 Tiefkühlfahrzeug, seine Kundenbestellungen im Grossraum Zürich mit 100% Biodiesel-Treibstoff aus.

«Hier riecht es nach frisch»

Nach diesem Leitsatz würden nun die beiden Geschäftsführer, die Gebrüder Paolo und Giulio Bianchi, wie auch die Liefer-Chauffeure leben, wie es in der Medienmitteilung geschrieben steht. Mit der Firma Recycling Energie AG in Nesselbach habe jetzt der Händler einen Partner gefunden, der aus den Abfallprodukten der G. Bianchi AG Biodiesel-Treibstoff herstellt, der seinerseits wieder bei den schweren Nutzfahrzeugen eingesetzt werde. Beim Zürcher Fisch- und Fleischprodukt-Grosshändler, der bereits in der vierten Generation, seit mehr als 130 Jahren wirtschaftet, stünden weit über 100 Nutzfahrzeuge im Einsatz. Bis auf sieben Lkw alles leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5t, die den mehr als 1000 Grossverteilern, Geschäften, Restaurants und Hotels die bestellten Frischprodukte liefern würden. Bianchi stehe heute für ein Grossunternehmen, das aber immer noch Delikatessen mit dem Service einer Boutique frei Haus liefere, wie Bianchi in der Medienmitteilung schreibt.