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Street Food Festivals starten senkrecht

Streetfood-Festivals schiessen wie Pilze aus dem Boden und feierten phänomenale Erfolge in Zürich, Basel, Bern, Luzern und Olten. Streetfood bietet Echtheit, Abwechslung zum ewig gleichen Fastfood und Erlebniswert.

von Guido Böhler

Bei schönem Wetter gut besuchtes Street Food Festival in Baden mit 25 Foodtrucks.
Japanische Ramensuppe von japanischen Köchen zubereitet.
Jordanische Rindshackburger mit Gemüse und Olivenöl im Weizen-Fladenbrot

Mobile Essstände und Foodtrucks, die ihre Spezialitäten an wechselnden Orten frisch zubereiten und verkaufen, sind in New York, Bangkok, Tokio oder Berlin nicht mehr wegzudenken. Im 2015 schwappte der Trend in die Schweiz nach Zürich, Basel, Bern, Luzern, Olten und auch in Kleinstädte. Wer kulinarisch etwas bieten aber nicht viel investieren kann, sei er Hobby-Koch, professioneller Caterer oder Food Truck Besitzer, zelebriert Street Food. Die Gerichte sind schnell produziert, nicht billig aber gut, und bieten eine grosse Vielfalt von Exotischem und echtem Ethnofood bis zu Regionalem und Grossmutter-Spezialitäten. Sie werden immer frisch vor Kundenaugen zubereitet – ein Beweis für die Frische und ein Showeffekt.

Alternative Spezialitäten zu sonst überall verkauften Bratwürsten, Hamburger und Sandwiches sind im Streetfood-Konzept beispielsweise nordafrikanische Merguez, Ciabatta mit gezupftem Barbecuefleisch und mexikanische Fajitas. Burger lassen sich variieren vom Luxus-Wagyu- bis zum veganen Weizenprotein-Patty. Spiessli sind seit jeher ein typischer Fingerfood in asiatischen Ethnoküchen, man denke an indonesische Saté-Pouletspiesse mit Erdnusssauce. Solche stehen bei uns zwar auch schon in Supermarktangebot. Als Streetfood sollten sie sich zumindest in der Qualität von Massenware abheben.

Abwechlung ist ein Erfolgsfaktor

Innovative Foodtrucks, die nach einem Fahrplan tageweise an wechselnden Orten stehen, sowie Streetfood-Stände werden liebevoll dekoriert und schaffen für den Konsumenten neben der mobilen Essens-Ausgabestelle auch kleine urbane Oasen. Daraus hat sich international eine neue Bewegung entwickelt, die dem Bedürfnis nach gesundem und sinnhaftem, jedoch schnellen und unkomplizierten Essen entspricht. Allerdings sind nicht alle Profis, so dass Qualitätsschwankungen vorkommen. Und sie kennen nicht immer unsere Gesetze und Hygienekonzepte gut genug. Notabene: In Nürnberg gibt es am 10. und 11. November 2016 sogar eine Fachmesse zu diesem Thema, die Street Food Convention: www.streetfoodconvention.de.

Einige Streetfood Events 2016:

  • Winterthur 27. – 29. Mai im Teuchelweiher.
  • Zürich am Zürifäscht 1.-3.7.
  • Lausanne (Beaulieu): 29.4.-1.5.
  • Baden (Trafo): 6.-7.5.
  • Basel (Messegelände): 20.-22.5. / 19.-21.8.
  • Bern (Bernexpo): 27.-29.5. / 2.-4.9.
  • St.Gallen (Pädagogische Hochschule): 2.-4.6.
  • Olten (Kirchgasse): 24.-25.6.
  • Thun (Lachenwiese): 16.-17.9.

Siehe http://streetfooddays.ch und www.streetfood-festivals.ch