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SVKTL-Jubiläumsversammlung in Kaltbach

Der Schweizerische Verband für Kühl- und Tiefkühllogistik (SVKTL) traf sich am 27. April im Kaltbach-Betrieb von Emmi zur 70. Generalversammlung.

von wy

Der SVKTL-Präsident Marco Manzetti.
Der SVKTL-Geschäftsführer Peter Rupper.

Präsident Marco Manzetti blickte zum runden Jubiläum auf die Verbandsgeschichte zurück, die noch während dem 2. Weltkrieg mit der sogenannten Kühlhaus Direktoren Konferenz begann, welche 1947 den Verband Schweizerischer Kühlhäuser gründete. Hauptthema waren damals einheitliche Lagertarife und später einheitliche Lagerbedingungen, die im Lagerreglement von 1952 festgehalten wurden. 2008 wurde die Richtlinie für Gute Hygienepraxis «HACCP» verabschiedet. Inzwischen gehe es immer mehr um lückenlose Warenverfolgbarkeit mit Überwachung von vorgeschriebenen Temperaturen, sagte Manzetti. Dazu trage auch die Gesetzgebung bei, denn seit 2015 müssten alle Zwischen- und Endprodukte im Pharmabereich temperaturgeführt transportiert und gelagert werden. Im Markt für temperaturgeführte Logistik gebe es derzeit eine Konsolidierung, sagte Manzetti weiter. Mit zusätzlichen Dienstleistungen versuchten Logistikdienstleister ihre Margen zu erhöhen, Prozesse würden vermehrt integriert. Ferner träten auch europäische und nichteuropäische Logistikunternehmen in den Schweizer Markt ein, um Dienstleistungen in ihrem eigenen Netzwerk anbieten zu können.

Der SVKTL hat 26 Mitglieder und 22 Fördermitglieder, 2015 kam neu LRG Logistics SA in Genf als Mitglied dazu und als Fördermitglieder Amstein und Walthert AG, Bern, Swiss Logistics Academy AG, Otelfingen, Carbagas AG, Gümligen und Gilgen Logistics AG, Oberwangen.

Ein Schwerpunkt der Verbandsarbeit im 2015 war das Merkblatt «Brandschutz in Tiefkühllagern», wie SVKTL-Geschäftsführer Peter Rupper (Bild unten) sagte. Es werde im Juni vom Koordinationsgremium der kantonalen Feuerschutzversicherungen diskutiert und dann wahrscheinlich online aufgeschaltet. Gastreferent Frank Glienke, Corporate Logistics Manager bei Lindt, erläuterte die strengen Vorgaben für die Logistik-Partner im nationalen und internationalen Geschäft. «Produktequalität ist das höchste Gut», sagte Glienke. Dem sei alles andere untergeordnet. Mit einem Globalen Transport Management System und einem Globalen Temperatur Monitoring könne jederzeit und für alle Beteiligten ersichtlich kontrolliert werden, ob Temperaturen eingehalten werden. Lindt lässt seine ganze Logistik weltweit von Partnerfirmen abwickeln, mit Ausnahme von Russel Stover in den USA, die noch eine eigene Flotte führt. Anschliessend besuchten die SKVTL-Mitglieder den Reifungsbetrieb Kaltbach mit dem insgesamt über zwei Kilometer langen Höhlennetz.