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Brauerei-Gründungen boomen weiter

1990 gab es in der Schweiz gerade mal 32 registrierte Brauereien. Heute sind es 662. Eine unglaubliche Entwicklung. Wie sehen die Perspektiven aus?

von pd/gb

Die mobile Brauerei Fahrtwind in Winterthur ist eine der Mikrobrauereien

Die Schweiz weist weltweit eine der grössten, wenn nicht die grösste Brauereidichte pro Einwohner auf. Auf 12‘600 Schweizer kommt eine Brauerei, in Deutschland sind es 57‘000 Einwohner pro Brauerei gemäss dem Schweizer Brauerei-Verband SBV. Bei der Frage der Zukunftsperspektiven fällt die Antwort genau so vielfältig aus, wie das aktuelle Abbild der Braulandschaft Schweiz. Von der Mikrobrauerei über die Hobby- bis hin zur mehrere hundert Jahre alten Brauerei müssen sich alle den Herausforderungen stellen.

Für alle Brauereien gilt aber, egal ob gross oder klein, dass der Margen- und Preisdruck enorm hoch ist. Der schwache Euro und die wirtschaftliche Verunsicherung tragen ihren Teil dazu bei, dass die Brauereien höchst effizient und qualitativ hochstehend brauen müssen. Es sei natürlich positiv, dass durch die vielen Brauereien in der Schweiz auch die Biervielfalt wächst. Die vielen lokalen Brauereien bewirken auch eine höhere Aufmerksamkeit bei der Bevölkerung generell für das Thema Bier.

Einsteiger und Aussteiger

Es ist gemäss dem SBV davon auszugehen, dass dieser Gründungsboom die nächsten Jahre anhält. Klar sei aber auch, dass die Zeit der Konsolidierung einsetzen wird. Es liegt zudem in der Natur der Sache, dass einige Brauer ihr Hobby wieder aufgeben, neue kommen hinzu. Fakt ist aber, dass der Schweizer Bevölkerung rosige Bierjahre bevorstehen. Die Biervielfalt werde wachsen und so auch das Verständnis für dieses jahrtausendealte Kulturgut.