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Ricola verliert Umsatz

Die Bonbon- und Kräutertee-Herstellerin Ricola hat 2015 unter der abrupten Aufwertung des Frankens gelitten. Der Umsatz sank auf 294,7 Millionen Franken.

von pd/hps

Ricola.
Ricola habe vielversprechende Produkte in der Pipeline.

Ricola erwirtschaftet über 90 Prozent ihres Umsatzes im Ausland. So ist es nicht erstaunlich, dass das Basler Familienunternehmen im letzten Jahr Umsatz verloren hat. Der Umsatz betrug im 2015 294,7 Millionen Franken. Im 2014 belief sich dieser noch auf  315,9 Millionen. Währungsbereinigt habe sich allerdings ein Plus um erfreuliche 2.4 Prozent ergeben, wie Ricola in der Medienmitteilung schreibt. Gewinnzahlen gibt das 1930 gegründete Familienunternehmen nicht bekannt. Das insgesamt positive Geschäftsergebnis des vergangenen Jahres wurde nach Unternehmensangaben vor allem durch die sehr gute Entwicklung in Nordamerika und den Ausbau des asiatischen Marktes begünstigt.

Die Region Nordamerika nimmt in der Bedeutung zu

Die Bedeutung der Region Nordamerika habe sich 2015 weiter erhöht: In den USA sei die Geschäftsentwicklung erneut sehr positiv gewesen. Der Marktaufbau in Mexiko verlaufe vielversprechend und in Kanada wurde eine Tochterfirma gegründet. Strategisch immer wichtiger werde der asiatische Markt. 2015 seien beispielsweise in China einige ermutigende Fortschritte erzielt worden. Die wichtigste Region bleibt aber der europäische Markt. Hier konnten, wie das Unternehmen festhält, trotz der schwierigen Währungsverhältnisse Marktanteile weiter ausgebaut werden.

Es gibt einige äusserst erfolgsversprechende Produkte

Ricola habe einige äusserst erfolgsversprechende Produktentwicklungen in der Pipeline und die Präsenz in den internationalen Märkten soll weiter ausgebaut werden, wie Felix Richterich, Vorsitzender der Geschäftsleitung und Verwaltungsratspräsident von Ricola in der Medienmitteilung zitiert wird. So setze Ricola gemäss Mitteilung für das laufende Jahr auf ihre beiden strategischen Erfolgspfeiler Internationalisierung und Innovation. Gleichzeitig werde der Standort Laufen und damit die Swissness gestärkt. Das 2014 in Laufen eröffnete Kräuterzentrum hat sich sehr gut bewährt und auch in den Produktionsstätten wurden im letzten Jahr bedeutende Investitionen getätigt. «Wir sind stolz darauf, dass wir den Standort Laufen trotz schwierigem Währungsumfeld stärken konnten und vertrauen darauf, dass es uns die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erlauben, weiterhin in der Schweiz zu investieren.» bekräftigt Richterich in der Mitteilung.