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Evolva erhält langersehntes Patent

Evolva wurde ein Patent für die kommerzielle Herstellung seines Stevia-Süssstoffs der nächsten Generation zugesprochen. Dieses schützt eine neue Fermentationstechnik.

von pd/hps

Der Süssstoff für Cola wird nicht fristgerecht auf den Markt kommen. (Bild: zVg)

Das Patent schütze eine neue Fermentationstechnik zur Umwandlung der kommerziell bedeutendsten Ingredienzen, teilte das Unternehmen mit. Damit besitze man nun vier kommerziell relevante Stevia-Süssstoff-Patente, heisst es weiter. Insgesamt verfüge das Unternehmen über weltweit 54 angemeldete Patente im Zusammenhang mit durch Hefefermentation hergestellten Steviolglycoside. Der Zuckerersatzstoff Stevia ist in den letzten Jahren in den Fokus der Investoren gerückt; etwa durch die Lancierung von «Cola Life» durch Coca-Cola. Die traditionelle Stevia-Produktion geschieht mittels Auslösung der Steviolglycoside aus der gleichnamigen Pflanze. Diese Glycoside kommen jedoch nur in sehr geringen Konzentrationen im Blatt der Stevia-Pflanze vor, weshalb deren Extraktion mit extrem hohen Kosten verbunden ist. Dieses Hindernis hat Evolva mit der Fermentation aus Hefe überwunden. Setzt sich das neue Verfahren durch, könnte man Stevia günstiger, in gleichbleibender Qualität und mit höherer Süsskraft herstellen.

Das neue Patent für Evolva schützt die Technik zur Umwandlung von Rebaudiosid A in die am besten schmeckenden und folglich kommerziell bedeutendsten Rebaudiosid D – und Rebaudiosid M Ingredienzen. Bei Rebaudiosiden handelt es sich um Hauptbestandteile des Süssstoff-Gemischs Stevia. Evolva produziert die Inhaltsstoffe «Reb M» und «Reb D» zusammen mit dem Joint Venture-Partner Cargill. Den US-Lebensmittelgiganten, er beliefert unter anderem Coca-Cola und Pepsi mit Süssstoffen, hatte Evolva vor drei Jahren als Partner für sein Stevia-Projekt gewonnen.