Datum: Technologie:

Bühler hat ersten Award vergeben

Der Foodtechnologiekonzern Bühler hat erstmals den Food Engineering Award verliehen. Gewonnen hat ihn ein Doktorand für eine neuartige Dekontaminationsmethode für Lebensmittelpulver.

von pd/hps

Josef Hörmansperger nimmt den Check aus den Händen von Ian Roberts, Chief Technology Officer bei Bühler, entgegen. (Bild: zVg)
Die Preisträger am 10. Europäischen Workshop von Bühler. (Bild: zVg)

Der Doktorand an der ETH Zürich, Josef Hörmansperger, entwickelte eine mikrobielle Dekontaminationsmethode, die auf einem Vakuum-Dampf-Vakuum-Prozess basiert. Durch das Verfahren können wärme- oder feuchtigkeitsempfindliche Lebensmittelpulver wie Milchpulver dekontaminiert werden, ohne ihre Qualität zu beeinträchtigen. Hörmansperger konnte jetzt von Ian Roberts, Chief Technology Officer bei Bühler,  anlässlich des 10. Europäischen Doktoranden­Workshops für Nahrungsmittelentwicklung und ‑technologie, einen Check von 2500 Franken entgegennehmen. Bühler verlieh den Food Engineering Award zum ersten Mal. Er ergänzt den von Nestlé gestifteten Julius Maggi Research Award, der ebenfalls an diesem Anlass verliehen wird, wie Bühler in einem Mediencommuniqué meldete.

Fettarme Saucen ohne strukturgebende Zusatzstoffe

Der zweite Platz ging an Jana Bahtz, Doktorandin an der ETH Zürich. Sie untersuchte eine Methode zur Schaffung neuer Rezepturen für Lebensmittelprodukte wie Mayonnaise, Aufstriche oder Saucen mit einem geringen Fettgehalt ohne strukturgebende Zusatzstoffe. Der dritte Platz ging an Christian Hertwig, Doktorand an der Technischen Universität Berlin. Sein Projekt konzentriert sich auf inaktivierende Mikroorganismen auf trockenen Lebensmittelprodukten unter Verwendung verschiedener Plasmaquellen.

Mit dem Bühler Food Engineering Award will Bühler junge Forschende dazu anspornen, sich mit Fragen auseinanderzusetzen, die für die Lebensmittelindustrie besonders relevant sind. Zum Beispiel die Verbesserung der Lebensmittelsicherheit oder die Entwicklung neuer und innovativer Verarbeitungsmethoden. 16 Doktoranden aus 12 europäischen Ländern wurde die Möglichkeit gegeben, ihre Forschungsbereiche vorzustellen. Führende Professoren auf dem Gebiet der Lebensmitteltechnologie aus europäischen Hochschulen sowie Vertreter von Industriepartnern wie Bühler, Nestlé, Barilla, Givaudan und General Mills bewerteten die Projekte.

Der erste Platz des Julius Maggi Research Award ging an Pia Meinlschmidt, eine Doktorandin an der Technischen Universität München und der Fraunhofer IVV in Freising, Deutschland, für die Untersuchung nicht thermischer Lebensmittelprozesse für die Verringerung von Sojaallergien. Diese Technologien könnten bei der Herstellung allergenarmer Lebensmittelzutaten verwendet werden, die wohlschmeckend sind und gleichzeitig die zunehmenden Bedenken zahlreicher Konsumenten gegenüber verschiedenen Lebensmittelallergien ansprechen.