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Juni: Rekordanstieg von Nahrungsmittelpreisen

Die Nahrungsmittelpreise sind im Monat Juni stark gestiegen.

Auf die Zuckerproduktion in der Schweiz kommen schwere Zeiten zu. (Bild: zVg)

Weltweit sind die Lebensmittel 4.2% teurer geworden. Einen solchen Anstieg gab es in 4 Jahren nicht. Insbesondere die Zuckerpreise sind gestiegen, teilt die Ernährungsorganisation der UNO (FAO) mit. Die Preiszunahme im Juni stellt den fünften monatlichen Anstieg in Folge dar. Laut FAO sind abgesehen von den pflanzlichen Ölen alle Lebensmittel-Gruppen vom Anstieg betroffen.

Die Zuckerpreise sind seit Mai um 14.8% gestiegen. Dies sei vor allem auf den heftigen Regen in Brasilien zurückzuführen, dem grössten Zuckerlieferanten der Welt.

Aufgrund unsicherer Prognose in Ozeanien sowie langsamerer Produktion in der EU sind Milchprodukte 7.8% teurer geworden.

Die Getreidepreise seien vor allem auf den tieferen Maisexport von Brasilien zurückzuführen, schliesst die FAO. Obwohl die Weizenbestände in den USA die Weizenkosten tief gehalten hätten, sind die Getreidepreise um 2.9% gestiegen.

Auch die Fleischpreise sind seit 3 Monaten konsequent am steigen. Der Zuwachs im Juni beträgt 2.4%.

Alleine die pflanzlichen Öle konnten dem Zuwachs wiederstehen und sanken im Vergleich zum Mai um 0.8%.

Der FAO Food Price Index ist ein nach Handelsvolumen gewichteter Index, welcher die internationalen Marktpreise für wichtige Lebensmittelgruppen verfolgt.