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Lebensmittelsicherheit dank modernen Schmierstoffen

Dank neuen Technologien kommen heute lebens­mittel­verträgliche Schmierstoffe auf den Markt, bei denen ein allfälliger Kontakt mit dem Endprodukt kein Problem ist.

Moderne lebensmittelzertifizierte Schmierstoffe. (Bild: zvg)

Wenn man einen Supermarkt oder ein Restaurant besucht, denken viele Leute nicht an die Tatsache, dass viele Lebensmittel, welche sie erwerben, in grossen Mengen von Maschinen geschnitten, geraffelt, gebacken oder auf andere Weise verarbeitet wurden. Diese Maschinen müssen alle geschmiert werden. Den meisten Leuten wäre es wohl nicht sehr angenehm zu wissen, dass Schmiermittel wie Motorenöl ihren Nahrungsmitteln so nahe kommen. Industrielle Lebensmittelhersteller müssen unbedingt sicherstellen, dass Schmierstoffe kein Gesundheitsrisiko für die Kunden darstellen.
In den 1960er-Jahren begann die amerikanische Landwirtschaftsbehörde, Öle und Fette zu klassifizieren, die in Lebensmittelverarbeitungsanlagen verwendet werden.
■ 3H-Öle werden als Trennmittel eingestuft, die in Kontakt mit Lebensmittel kommen dürfen.
■ H1-Schmierstoffe sind für den Einsatz vorgesehen, wo zufälliger Lebensmittelkontakt vorkommen kann, der möglicherweise unentdeckt auftritt. Sie sind Non-Food Compounds und werden nur mit von der FDA zugelassenen Substanzen oder Substanzen, die allgemein als sicher gelten, (GRAS), hergestellt.
■ H2-Schmierstoffe dürfen nur verwendet werden, wenn es keine Möglichkeit für den Kontakt mit dem Lebensmittel gibt.
Die Klassifizierungen werden heute von NSF International und InS überwacht, die Hauptkategorien H1, H2 und 3H sind gleich geblieben.
In vielen Fällen setzen Nahrungsmittelproduzenten in Europa heute keine H2-Schmierstoffe mehr ein. Sie sind komplett auf H1-Schmierstoffe umgestiegen, um das Risiko einer unbeabsichtigten Verunreinigung zu vermeiden. Gleichzeitig gibt es ein verstärktes Interesse an 3H-Schmierstoffen, um das Risiko einer Kontaminierung der Lebensmittel noch weiter zu mindern.
Ein häufiger Anwendungsbereich von 3H-Schmierstoffen sind Backformen, welche geölt werden müssen, damit das Brot nach dem Backen problemlos entfernt werden kann. Ein anderes verbreitetes Einsatzgebiet von 3H-Schmierstoffen ist, zu verhindern, dass klebrige Lebensmittel, wie zum Beispiel rohes Hühnerfleisch oder getrocknete Früchte, an Förd erern kleben bleiben.
Neuerdings drängen moderne 3H-Additiv-Technologien und leistungsverbesserte 3H-Flüssigkeiten in weitere Anwendungen in der Lebensmittelindustrie. Zum Beispiel werden auf der ganzen Welt immer öfter Hängebahnen in Geflügelschlachthöfen mit 3H-Schmierstoffen geschmiert. Früher wurden diese Hängebahnen nicht oder nur sehr zurückhaltend geschmiert, weil man befürchtete, dass der Schmierstoff mit dem Geflügel in Kontakt kommen könnte. Dank den neuen 3H-Technologien, wie sie zum Beispiel beim JAX Trolley-Glide FG-3H verwendet werden, muss das Wartungspersonal sich weniger um Ölverschmutzungen auf dem Endprodukt kümmern. Durch die längere Lebensdauer der Kette fallen weniger Kettenverschleisspartikel auf die Produkte und die Kosten für Ersatzteile und Maschinenstillstände können massiv reduziert werden.

CresaLube Systems

Die Praxis zeigt jedoch: Der beste Schmierstoff bringt wenig, wenn er nicht richtig appliziert wird. Mit den vollautomatischen Zentralschmieranlagen von Credimex kann sichergestellt werden, dass Schmierstoffe in der richtigen Menge und zur richtigen Zeit am richtigen Ort aufgebracht werden. Von der zentralen Steuerung können die Schmierintervalle und die Schmierstoffvolumen jederzeit angepasst und für unterschiedliche Produktionsprozesse hinterlegt werden. Dank den individuell dosierbaren Schmiermittelmengen und dem punktgenauen Aufbringen des Schmierstoffs an den kritischen Positionen werden beste tribologische Verhältnisse auf der Kette erreicht.
Schmierstoffe von JAX, appliziert durch Credimex Zen­-
tral­schmieranlagen, sind eine starke Kombination, um die Betriebszeit der Anlage zu optimieren und den Wartungsaufwand zu reduzieren. pd
www.credimex.ch