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Waschen und Trocknen in einem Gang

Die Personalhygiene ist in der Lebensmittelproduktion zentral. Verspritzte Böden und Papiertücherhaufen gehören dank einer banhnbrechenden Innovation der Vergangenheit an.

Mit Papierhandtüchern entsteht schnell Unordnung. (Bilder: zvg)

Saubere Hände sind in der Lebensmittelherstellung das A und O. Saubere Hände sind das Resultat einer gründlichen Reinigung, und gründliche Reinigung braucht Zeit. Zeit fehlt manchmal, und dann kommt es dazu, dass in der Hektik die Hände nur ungenügend oder gar nicht gewaschen werden. Oder dass in der Eile alles verspritzt und Papierhandtücher vergeudet werden. Die Folge: nasse Böden, die nicht nur wegen der Rutschgefahr ein Problem sind, sondern auch, weil sich Mikroorganismen hier optimal vermehren können. Abfallkübel, die mit Papierhandtüchern überquellen und einen unordentlichen Eindruck machen. Und im schlechtesten Fall Mitarbeitende, die mit halbnassen oder ungenügend gereinigten Händen zurück an den Arbeitsplatz gehen.

Innen waschen, aussen trocknen

Das alles muss nicht sein. Die beiden Unternehmen Dyson und ITEC haben gemeinsam das Handreinigungssystem «Clean & Dry» entwickelt. Der darin integrierte kombinierte Wasserhahn mit Händetrockner ist eine Erfindung von Dyson. Das Ganze funktioniert berührungsfrei, die Sensoren erkennen die Position der Hände und steuern den Wasserstrahl in der Mitte und dann den Luftstrom links und rechts davon. Dadurch, dass die Reinigung und die Trocknung direkt am Waschbecken erfolgen, tropft kein Wasser auf den Boden. Sobald die Hände unter die äusseren Sensoren des integrierten Dyson Airblade Tap gehalten werden, beginnt der Trocknungsvorgang, bei dem ein Luftstrom mit einer Geschwindigkeit von 690 km/h das Wasser von den Händen abstreift. Auch die anschliessende Desinfizierung kann direkt am Waschbecken erfolgen.
Die Trocknung geschieht rasch und trotzdem gründlich. In nur zwölf Sekunden sind die Hände trocken, damit werden alle Anforderungen des NSF-Protokolls P335 für Händetrockner erfüllt. Im Gebläse integriert ist ein HEPA-Filter, der 99,9 Prozent aller Partikel in Bakteriengrösse aus der angesaugten Umgebungsluft entfernt. Dyson Airblade Tap ist HACCP-zertifiziert und gilt damit als hygienisch sicher für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie.

Tiefere Kosten fürs Trocknen

Laut Dyson ist erwiesen, dass die Verwendung von Airblade-Händetrocknern gegenüber Papierhandtüchern zu geringeren Betriebs­kosten und CO2-Emissionen führt. 200 Trocknungsvorgänge pro Tag mit mindestens zwei Tüchern, die je 2 Rappen kosten, ergeben hochgerechnet auf ein Jahr Betriebskosten von 2900 Franken. Mit dem Airblade Tap betragen die Betriebskosten für gleich viele Trocknungsvorgänge lediglich 96 Franken pro Jahr, was ein Einsparungspotenzial von 2804 Franken bedeutet. Auch der Wasserverbrauch wird reduziert, weil das Wasser nur dann fliesst, wenn die Sensoren auf Hände reagieren.
Das «Clean & Dry»-Handwaschbecken gibt es in drei Grössen, mit einer, zwei oder drei Armaturen. Mit Aussenmassen von 553 (Tiefe) × 500 (Breite) × 805 (Höhe) lässt sich das Waschbecken nicht nur in Hygieneräumen, sondern auch in Personalschleusen, auch in automatischen, installieren. Die Firma Sulbana AG vertreibt «Clean & Dry» in der Schweiz und bietet interessierten Firmen an, das System selber zu testen. Sulbana stellt einen mobilen Showroom zur Verfügung, der mit verschiedenen Anlagen zur Personalhygiene
und Niederdruckschaumreinigung aus­gestattet ist. Sulbana kommt mit dem mobilen Showroom gerne vor Ort und berät die Firmen umfassend.
www.sulbana.com