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Schokolade «made in Afrika»

Fair produzierter Kakao ist im Trend und jeder Schokoladeanbieter hat nunmehr ein Programm, wo der Kakaobauer «fair» entlöhnt wird. Ein deutscher Schokoladeanbieter will nun auch gleich die ganze Schokolade in Afrika herstellen.

von hps

Das deutsch-ghanaische Startup fairafric bietet Schokolade made in Afrika an. (Bild: zvg)
Die Schweizer Hochdorf Holding bietet seit April in Afrika für Afrika hergestellte Schokolade an. (Bild: zvg)

Das deutsch-ghanaische Startup fairafric will ganz in Afrika produzierte Schokolade in Deutschland verkaufen. Die Schokolade, die im April durch eine Crowdfunding Kampagne gestartet wurde, zeichnet sich dadurch aus, dass sie im Herkunftsland des Kakaos von der Bohne bis zur verpackten Tafel produziert wurde. Während bei konventioneller und Fairtrade Schokolade die Produktion und damit die Wertschöpfung in Europa stattfinden, schaffe fairafric qualifizierte und gut bezahlte Arbeitsplätze in Ghana, wie das Unternehmen in der Mitteilung schreibt.

«Eine Tafel Fairtrade Schokolade schafft im Ursprungsland zwischen 0,7 und 1,4 Cent zusätzliches Einkommen»

wird der Gründer von Fairafric, Hendrik Reimers in der Mitteilung zitiert, wenn die Schokolade mit konventioneller Schokolade verglichen werde. Abgezogen würden noch die Zertifizierungskosten. Dennoch würden so insgesamt mindestens 70 Cent pro Tafel nach Ghana fliessen, oder 50 Cent mehr als bei konventioneller Schokolade. Die Schokolade soll gemäss Reimers jedoch nicht nur durch Fairtrade überzeugen, sondern auch durch ihren Geschmack. Knappe 5000 Tafeln hat das Team des deutsch-ghanaischen Unternehmens als Dankeschön an seine 843 Unterstützer mittlerweile verschickt.

Schweizer Milchverarbeiter: Schokolade für Afrika

In diesem Geschäftsfeld, Schokoladeproduktion «from bean to bar» ist das deutsche Unternehmen jedoch nicht alleine. Im April 2016 kündete der Schweizer Milchverarbeiter Hochdorf an, künftig auch Schokolade zu produzieren. Und zwar unter der Marke «Afrikoa». Diese soll jedoch nur auf dem Kontinent verkauft werden. Im nächsten Jahr soll zudem nicht mehr nur auf der Mikro-Produktionsanlage Schokolade herstellt werden, sondern gemäss Mediensprecher, Christoph Hug in einer grösseren Produktionsanlage.