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Tengelmann: Einigung mit Rewe

Bei den Schlichtungsgesprächen um die Zukunft von Kaiser's Tengelmann konnte der deutsche Altkanzler Gerhard Schröder einen Durchbruch erzielen.

von lz/wy

Rewe, Edeka und Tengelmann haben sich in den Schlichtungsgesprächen unter dem Altkanzler Gerhard Schröder auf ein Paket von Filialen geeinigt, das an Rewe gehen soll. Dabei handelt es sich offenbar um die Standorte in Berlin und Nordrhein-Westfalen, die bereits Gegenstand der Mitte Oktober gescheiterten Verhandlungen waren. Im Gegenzug wollen die Kölner ihre Rechtsmittel gegen die Ministererlaubnis zurücknehmen.

An dem Schlichtungsgespräch gemäss LZ-net auch Beamte des Kartellamts und des Bundeswirtschaftsministeriums teil. Das Kartellamt soll die Filialliste innerhalb von wenigen Tagen prüfen, damit Edeka, Tengelmann und Rewe Sicherheit haben, welche Märkte kartellrechtlich unbedenklich an Rewe übertragen werden können.

Nach dem Vollzug der Ministererlaubnis müsste Edeka die betreffenden Filialen in diesem Fall an Rewe abgeben. Der Verkauf an das Kölner Handelsunternehmen wäre dann in vielen Regionen aller Voraussicht nach wettbewerblich unproblematischer als die Gesamtübernahme der mehr als 400 Kaiser’s Tengelmann-Supermärkte durch den Marktführer Edeka.

Eine Lösung muss wegen der anstehenden Entscheidung des Bundesgerichtshofs über die Ministererlaubnis spätestens bis zum 15. November stehen. Dem Vernehmen nach machen die Schlichter Druck auf das Kartellamt, einer raschen Lösung nicht im Wege zu stehen.