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Getränkeindustrie: Karton ist weiterhin beliebt

Getränke werden immer noch am häufigsten Karton abgefüllt - trotz dem Trend zu PET. Zwei Beispiele, eines aus Schweden, das andere aus Brasilien, wo die beiden grössten Getränketechnologiehersteller Lösungen zu Kartonverpackungen eingesetzten.

von hps

Jogurt: Vom PET ins Karton. (Bild: zvg)
UHT-Milch aus Brasilien. (Bild: zvg)

Die Kooperative in São Miguel do Oeste, im äussersten Westen Brasiliens, im Staat Santa Catarina gelegen, produziert unter der Marke «Terra Viva» Lebensmittel diverse Käseprodukte und eingelegte Gurken. Cooperoeste füllt aber auch UHT-Milchgetränke ab. Jetzt hat das Unternehmen in eine Füllmaschine CFA 512 von SIG Combibloc investiert. Damit wird die UHT-Milch in Kartonpackungen combiblocStandard 1000 ml abgefüllt. Mit dieser Investition verfolgt Cooperoeste die Ziele, Produktionskosten zu optimieren und Lebensmittel zu erschwinglichen Preisen anbieten zu können, wie SIG in einer Medienmitteilung schreibt.

Mit der neuen Füllmaschine lassen sich pro Stunde bis zu 12 000 Kartonpackungen aseptisch befüllen

und das mit hoher Flexibilität und Effizienz, niedrigem Wasser- und Energieverbrauch und geringem Ausschuss, wie der Technologieanbieter schreibt. Nach dem Befüllen der Packungen sorgt ein automatischer Palettierer dafür, dass auch nach der Abfüllung alles reibungslos und effizient weiter läuft. Diese neue Linienkonfiguration erhöhe die Produktivität bei Cooperoeste enorm.

«Früher wurde Trinkjoghurt meist in Kunststoffflaschen abgefüllt»

sagt Armina Nilsson, Nachhaltigkeitsbeauftragte beim führenden Hersteller von Milchprodukten in Südschweden Skånemejerer.  Der Milchverarbeiter im hohen Norden bringt als erstes Unternehmen seine Trinkjoghurts in der neuen Kartonflasche Tetra Top 330 Mini Nallo auf den Markt

«Dieser Umstieg von Kunststoff auf Karton ist Teil des umfassenden Engagements, mit dem wir uns für mehr Nachhaltigkeit einsetzen»

Die neue Flasche punktet nicht nur mit Handlichkeit und Design, sondern insbesondere durch ihre umweltfreundlichen Materialien. Diese stammen aus FSC-zertifizierten Wäldern und anderen kontrollierten Quellen. Bei 2,1 Millionen Verpackungen könne so den benötigten Kunststoffbedarf um mehr als 45 Tonnen pro Jahr gesenkt werden.