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Werbung auf Milchflaschen soll Milchtechnologe bekannt machen

Der Beruf des Milchtechnologen ist in der ganzen Schweiz noch zu wenig bekannt. Es werden dringend Lernende gesucht. Jetzt wirbt die Branche auf 100 000 Milchflaschen um neue Lehrlinge.

von pd/hps

In der Schweiz werden aktuell rund 350 Milchtechnologen ausgebildet. Sie sind in den über 500 Käsereien und den rund 20 führenden Industrieunternehmen tätig. Zuwenig, wie aus einer Medienmitteilung des Schweizerischen Milchwirtschaftlichen Vereins (SMV) hervorgeht. Jetzt treten die Berufe Milchtechnologe/in und Milchpraktiker/in mit einem neuen Erscheinungsbild offeniver auf. Frisch, appetitlich und herzlich präsentieren Lernende aus 20 Betrieben die Berufe und den Alltag. Unter dem Slogan «Wir produzieren Genuss» zeigen sie selbstbewusst, welche Menschen hinter den Käsesorten, Joghurts und Desserts stehen. Jetzt hat die Migros in Kooperation mit dem Schwyzer Milchhuus auf 100 000 Milchflaschen Werbefläche für den Beruf des Milchtechnologen zur Verfügung gestellt. Die Etikette verweist auf einen Wettbewerb.

«Wir überlegten uns, wie wir den Beruf über die Verkaufskanäle bekannter machen können»

So wird Martin Herzig, stv. Geschäftsführer des Schwyzer Milchhuus, in der Mitteilung zitiert. Hans Aschwanden, Präsident des SMV, der zusammen mit Vertretungen aus den Regionen die Nachwuchswerbung aufgegleist hat, ist begeistert:

«Mit dieser Aktion erfüllt sich für die Schweizer Milchtechnologen ein Traum!»

So wird Aschwanden in der Mitteilung zitiert. Er hoffe auf Nachahmer in anderen Regionen. Schliesslich solle die Zukunft des Berufes gesichert werden.

«Wäre doch schade, wenn wir Schweizer Käse aus dem Ausland importieren müssten…»

wird Aschwanden zitiert. Milchtechnologe Cornel Betschart, einer der besten Milchtechnologen der Zentralschweiz, die in diesem Jahr abgeschlossen haben fasziniert am Beruf die Verknüpfung der verschiedensten Bereiche wie Technik, Informatik, Biologie und Chemie. «Man muss zum Beispiel wissen, wie die Anlagen und Pumpen funktionieren, wie die verschiedenen Kulturen und Enzyme bei der Herstellung einzusetzen sind oder wie die verschiedenen Reinigungsmittel zusammengesetzt sind», so Betschart.

www.milchtechnologe.ch