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Rügenwalder: Fleisch verliert an Bedeutung

Für den deutschen Wursthersteller Rügenwalder Mühle verliert Fleisch stetig an Bedeutung.

Geschäftsführer und Inhaber Christian Rauffus bezeichnete in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Wurst zwar als «eine leckere Sache», ernährungspsychologisch sei die Wurst aber «nicht so der Brüller». Er könne sich vorstellen, in 20 Jahren ganz fleischlos oder zumindest nur noch im Verhältnis 50 Prozent Wurst, 50 Prozent Fleischlos zu produzieren. Bis 2020 soll der Fleischlos-Anteil bereits 40 Prozent der Produktion erreichen.

Derzeit stellt Rügenwalder Mühle noch überwiegend Fleischprodukte her. Auf gut ein Fünftel – rund 100 Tonnen pro Woche – kommt der Anteil an Würsten und Schnitzel aus Fleischersatzstoffen wie Eiweiss, Milch oder Soja. Im Dezember 2014 hatte Rügenwalder die Veggie-Linie mit vegetarischem Schinken Spicker als eines der ersten Produkte eingeführt. Für das kommende Jahr kündigte der Rügenwalder-Chef an, erstmals Erbsen als Rohstoff für seine Fleischlosprodukte verwenden zu wollen. LZ/wy