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Meier will Schokoladefabrik bauen

Der Pop-Künstler Dieter Meier (Yello) ist schon vor Jahren ins Fleisch- und Weingeschäft eingestiegen und hat angekündigt auch im Schoggigeschäft tätig zu werden. Nun soll seine neue Fabrik schon in der ersten Jahreshälfte 2017 gebaut werden.

von pd/hps

DIeter Meier anlässlich der Mefa.

Im August letzten Jahres kündigte Dieter Meier an ins Schoggigeschäft einzusteigen. Der Pop-Sänger ist schon vor Jahren «quer» ins Fleisch- und Weingeschäft eingestiegen. Damals übernahm Meier Wein- und Landgüter in Argentinien. Nun wolle er gemäss der NZZ a.So. schon in der ersten Jahreshälfte 2017, eine neue Schokoladefabrik bauen. Dabei setze Meier auf drei mögliche Standorte in den Kantonen Schwyz, Glarus und Schaffhausen. Die Resultate des Pilotbetriebes seien hervorragend und die neue Fabrik bereits fertig geplant. Zusammen mit Prof. Thilo Hühn von der ZHAW, entwickelte Meier ein neues Kakaoverarbeitungsverfahren, das es erlaubt, die Schokolade ohne Bitter- und Zusatzstoffe und überdies mit zwei Drittel weniger Zucker herzustellen. Ein entscheidender Vorteil dabei sei, dass gemäss Meier aus der Kakaobohne hundertmal mehr Geschmack herausgezogen werden könne, als bei der herkömmlichen Methode von Lindt. Die Kakaobohne werde ungeröstet zu Staub zermahlt und mit Wasser vermengt. Diese Masse durchlaufe gemäss NZZ einen 14-stufigen Extraktions- und Filterprozess, woraus dann das aromatische Kakaopulver gewonnen werde. Dabei könne man wie beim Wein unterscheiden, ob die Kakaobohne aus Bolivien, Peru oder Ecuador stamme. Auch die Kakaobutter werde mit unserem Verfahren sehr aromatisch. Die reinen Aroma-Moleküle, etwa 15 Liter aus einer Tonne Bohnen, werden wie die Bitterstoffe separat extrahiert. Mit diesen Elementen könne Meier die Schokolade neu zusammenbauen, was für die Industrie eine Revolution darstelle.