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Keimfreier Produktionsprozess

Ein innovatives und umweltfreundliches Verfahren ermöglicht die keimfreie Verarbeitung von Lebensmitteln.

Modul mit Fotozonröhren. Diese Module befinden sich in den Anlagen. Die Anzahl der Module hängt von der Anlagengrösse ab. (Bild: zvg)

Überall dort, wo sich Menschen aufhalten und arbeiten und wo Nahrungsmittel produziert, verarbeitet oder zubereitet werden, entstehen organische Verunreinigungen in der Luft, die oft zu mikrobiologischen Belastungen führen.

Die Technologie

Beim UV-C-/Ozon-Luftreinigungsverfahren strömt die Luft über UV-C-Licht produzierende Spezialröhren, so genannte Fotozonröhren. Deren Strahlung spaltet organische Substanzen und wandelt natürlichen Sauerstoff (O2) in aktiven Sauerstoff, Ozon (O3) um. Ozon hat die Eigenschaft, sich mit organischen Osmogenen (Geruchsstoffen) zu verbinden und diese zu oxidieren. Dabei werden auch die in der Luft und auf den Oberflächen befindlichen Mikroorganismen wie Keime, Bakterien und Pilzsporen inaktiviert. Als Restprodukt nach der Oxidation entsteht wieder Sauerstoff, schädliche Nebenprodukte gibt es nicht.

Energieeinsparung durch Ozondesinfektion

Ein Unternehmen produziert Reinigungs- und Entfettungsanlagen sowohl für die Teilereinigungs- und Verpackungsindustrie als auch für die Lebensmittelbranche. Dabei geht es in der Regel um Wasch- und Spülmaschinen für EURO-Container, EURO-Paletten oder besondere Boxen; für Schinkenformen, 200-Liter-Manipulationswagen, Räuchereiwagen und Stangen; Eierplateaus, Unterlagen; für Bäckerbleche und -wagen, Bäckerformen; für Gläser von Milchprodukten, Reifungsroste, Eimer, Kübel, Troge sowie Schokoladeformen, Auskippplatten usw. Normalerweise werden die Kisten eines Produzenten von Käse­scheiben mit heissem Wasser und einem Reinigungsmittel gewaschen und anschliessend mit heisser Luft getrocknet. Um eine Keimfreiheit der Transportkisten sicherzustellen, beauftragte das Unternehmen Oxytec mit zusätzlicher Ozonflutung. Dazu wurden Tauchstrahler genutzt, die wegen der aggressiven Umgebung mit Quarzglas ummantelt und mit Teflon beschichtet sind. Die Kisten werden so in der Trocknungsstrecke mit Ozon bestrahlt und anschliessend mit kalter Luft getrocknet. Dadurch werden zwei Heizregister und daraus resultierend 50 Kilowatt Strom gespart.

Lebensmittelsicherheit durch Ozondesinfektion

Um die Schockkühlkammer eines Kochschinkenproduzenten keim- und schimmelfrei zu halten, installierte Oxytec zwei Module mit Ozon erzeugenden UV-Röhren auf dem Dach der Kühlkammer. Sie befinden sich innerhalb der von Oxytec entwickelten PPC-Anlage (Production Pollution Control). Diese wird auf das Raumvolumen ausgelegt und ist mit einer Ozonsteuerung aus­gestattet. Um die Ozonsteuerung zu starten, wird mit Hilfe der Tasten, menügeführt durch das Display, die Anlage freigegeben. Als Freigabevoraussetzung sind die Türen verschlossen. Über die Benutzerführung werden die maximale Einwirkzeit sowie die Ozonkonzentration eingestellt. Der Ozongehalt wird durch die Steuerung innerhalb der eingestellten Minimal- und Maximalgrenzen, für die festgelegte Dauer, gehalten.

Vom Dach der Kühlkammer aus wird die ozonierte Luft mittels Ventilator in die 25 Quadratmeter Kühlkammer eingeleitet. Zum Schutz der UV-Röhren vor den niedrigen Temperaturen (weit unter 10 Grad) und zur Aufrechterhaltung der Betriebstemperatur der Röhren wurden diese in Quarzglas gefasst. So werden Schinkenhaut und Bestellwagen desinfiziert und von organischem Material befreit. Das geschieht, bevor der Schinken im nächsten Produktionsschritt enthäutet und im Slicer geschnitten wird. Dank der hochwirksamen Ozondesinfektion kann der Kochschinkenproduzent auch weiterhin die hohen Ansprüche an die Hygiene erfüllen.
Die Wirksamkeit der UV-/Ozon-Anlagen und -Geräte wird regelmässig durch wissenschaftliche Studien und Tests belegt.

Die Vorteile auf einen Blick
■ Deutliche Einsparung gegenüber herkömmlicher Desinfektion
■ Deutlich reduzierter Arbeitsaufwand
■ Reduzierter Einsatz von Wasser
■ Deutlich reduzierter Energieaufwand (kein Aufheizen von Wasser)
■ Wegfall von Chemikalien
■ Verkürzter Produktionszeitausfall – die Trocknungszeit fällt in die Ozonierungszeit
www.oxytec-ag.com