Datum: Branche:

Chopfab und Boxer heiraten

Die Zürcher Brauerei Doppelleu und die Waadtländer Boxer S.A. Brauerei wollen künftig zusammenarbeiten. Das Ziel: ein einzigartiges Spektrum an Spezialitätenbieren in der ganzen Schweiz zu vermarkten.

von pd/hps

Die Brauerei in Winterthur...
...und die Boxer Bier in Yverdon fusionieren. (Bilder: zvg)
Der Hund und der Löwe gehen zusammen.

Die individuellen Stärken der beiden Brauereien würden sich wunderbar kombinieren lassen. So schreibt die Doppelleu Brauwerkstatt in ihrer Medienmitteilung. Das gemeinsame Produktsortiment ergänze sich ideal, denn die Boxer S.A aus Yverdon-les-Bains produziere ausschliesslich untergärige Biere (Lagerbiere, Spezlis, Festbiere) – die Doppelleu obergärige Spezialitätenbiere, wie Pale Ales oder Stouts. Auch im Vertrieb sei der Zusammengang optimal. Die Vertriebsorganisation der Bière du Boxer S.A. fokussiere sich vor allem auf die französisch- und italienischsprachige Schweiz, bei der Doppelleu Brauwerkstatt AG stehe die deutsche Schweiz im Vordergrund. Die Zusammenführung der beiden Unternehmen bilde somit ein Ganzes, welches die Schweiz mit einem komplett runden, vielfältigen, und fast lückenlosen Sortiment an Bierspezialitäten bedienen könne. Zudem seien beide Partner,  gemessen in Hektolitern etwa gleich gross und beide konnten in den letzten Jahren mit zweistelligem Wachstum überzeugen.

Produktsortiment wird erweitert

Nachdem das obergärige Spezialitätensortiment der Doppelleu Brauwerkstatt AG schon heute sehr breit und geschmacklich abgerundet ist, wird der Ausbau des untergärigen Spezialitätensortiments unter der Marke Boxer im Fokus stehen. Dabei sei geplant, schon auf die Biersaison 2018 eine Reihe von neuen untergärigen Kreationen auf den Markt zu bringen. Ziel sei es, ein Spektrum an Spezialitätenbieren in der ganzen Schweiz zu vermarkten. Neben der Beschleunigung der Einführung der Marken Chopfab und Doppelleu in der Romandie und im Tessin, plant die Brauerei auch in der deutschsprachigen Schweiz ein Relaunch der Marke Boxer in den Vordergrund stellen.

Modernste Technologie als Grundlage

Beide Brauereien arbeiten auf Anlagen, die fast ausschliesslich jünger als 5 Jahre sind. Die Ausbauten sind mit führender Technologie ausgestattet und auf modernstem Niveau. In Winterthur werden gemäss Mitteilung, weiterhin die obergärigen Sortimente verarbeitet, wobei in Yverdon die untergärigen Produkte ihren Ursprung finden werden. Investiert soll primär in Yverdon werden. Wenigstens was die nächsten 24 Monate betrifft, wie das Unternehmen meldet. Um sich verstärkt auf Spezialitäten zu konzentrieren würden an diesem Standort kurzfristig ein Labor, mehr und kleinere Tanks, eine neue Füllanlage für grössere Flaschenvielfalt, sowie neue Verpackungsanlagen realisiert. Die neue Organisation werde weiterhin eine unabhängige eidgenössische Lösung bleiben – und
damit zur ersten und einzigen in beiden Landesteilen verankerten unabhängigen Brauerei der Schweiz mutieren, wie die Brauereien stolz vermelden.