01.03.2023


Handabdruck für gelebte Tradition
Handwerklich hergestelltes Bier ist die Antithese zur industriellen Massenware. Die sogenannten Craft-Beer-Hersteller besiegelten mit einem Handabdruck ihr Handwerk im Ziegeleimuseum Cham.

«In den USA werden Craft Beer-Hersteller wie Helden gefeiert», sagte Alois Gmür, Präsident der IG unabhängiger Schweizer Brauereien. Nicht ganz wie Helden stehen diese in der Schweiz da, aber dennoch ist Craft Beer in aller Munde. Denn hierzulande wird Bier meistens handwerklich gebraut. Klein- und Kleinstbrauereien prägen die edle, eidgenössische Braukultur und sie stehen für Natürlichkeit, Transparenz und die lokale Nähe von Produzent und Konsument. Kein museumsreifes Handwerk Damit diese positiven Attribute von regional gebrautem Biere aber nicht vergessen gehen, veranstaltet die IG unabhängiger Schweizer Brauereien jeweils im Sommer einen Anlass mit ihren 30 Mitgliedern. Und um ihrer reichen Tradition Ausdruck zu geben, fand diese Zusammenkunft Ende Juli im Ziegeleimuseum in Hagendorf bei Cham im Kanton Zug statt, wo die Mitglieder mit einem Handabdruck auf einer Ziegellehmplatte ihre gelebte Tradition besiegelten. Damit solle das Brauereihandwerk aber nicht etwa museumsreif gemacht werden, sagte Gmür. Vielmehr sollte mit diesem emotional-symbolischen Bekenntnis an das uralte süffige Handwerk erinnert werden und dort auf dem «Walk of Fame» an das Engagement der Brauer erinnert werden, sagte Gmür. Süffiges Bier komponieren Ein «süffiges» Bier müsse aber erst einmal komponiert werden, hielt Alois Gmür fest. Es müsse eine Geschmacksidee kreiert werden. Genau in dieser Phase komme die Leidenschaft, die Experimentierfreudigkeit, also das eigentliche Handwerk der Meisterbrauer in den unabhänigigen Brauereien zum Einsatz. Mit ihrem unangefochtenen Engagement für vielfältige Craft Biere habe dieses Handwerk goldenen Boden. hanspeter.schneider@rubmedia.ch
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