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Valora: Kapitalaufstockung wegen Backwerk

Der Konsumgüterkonzern Valora braucht frisches Geld zur Übernahme der deutschen Backwarenkette Backwerk.

von pd/hps

Brötchen am Laufmeter in der Selbstbedienung: das Konzept der deutschen Discount-Bäckereikette BackWerk. (zvg)

Valora wolle am 8. November eine ausserordentliche Generalversammlung durchführen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Dort soll über eine Kapitalerhöhung um 160 Millionen Franken abgestimmt werden. Dieses Geld braucht Valora um den Kauf der 190 Millionen Euro teuren deutschen Backwerk zu finanzieren. Mit der Akquisition baut Valora ihre Präsenz im deutschen Out-of-Home Markt mit zusätzlich über 300 Filialen deutlich aus.

Erhöhung der Eigenmittel

Wenn die Generalversammlung den Antrag des Verwaltungsrats genehmigen wird, erfolge die Durchführung der ordentlichen Kapitalerhöhung mittels eines Bezugsrechtsangebots, wie Valora weiter mitteilte. Im September wurde noch eine Erhöhung der Eigenmittel von rund 150 Millionen Franken in Aussicht gestellt. Bestehende Valora-Aktionäre würden anteilsmässig Bezugsrechte erhalten. Die Bezugsrechtsemission soll unmittelbar nach der ausserordentlichen Generalversammlung durchgeführt werden. Die geplanten Investitionen sollen aus einer Kombination von Eigen- und Fremdkapital finanziert werden. Ziel ist, die künftige strategische und finanzielle Flexibilität zu erhöhen mit einer Leverage Ratio von unter 2.5x. Dies will Valora im Rahmen einer Gesamtfinanzierungsstrategie bis Ende 2018 erreichen.