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Glutenfreie Nahrungsmittel beanstandet

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat gluten- und lactosefreie Lebensmittel auf ihre Zusammensetzung untersucht. Fünf von fünfzig untersuchten Proben mussten beanstandet werden. Das Amt will nun die Sache im Auge behalten.

von pd/hps

50 verschiedene Lebensmittel, darunter 35 als «glutenfrei» ausgelobte Produkte und 30 als «lactosefrei» ausgelobte Produkte, wurden in acht verschiedenen Geschäften im Kanton Basel-Stadt erhoben. Die Produkte wurden mehrheitlich in der Schweiz, in Deutschland und in Italien hergestellt. In einem als «glutenfrei» ausgelobten Lupinenburger wurden in einer ersten Einheit knapp 20 mg/kg Gluten nachgewiesen, bei einer zweiten Einheit über 80 mg/kg Gluten, was die tolerierte Menge von 20 mg/kg deutlich überstieg, schreibt das kantonale Labor Basel. Die Probe sei beanstandet worden und der Verkäufer eine nationale Rücknahme veranlasst. Drei Produkte trugen auf der Verpackung das abgebildete Symbol mit der gestrichenen Ähre (glutenfrei), jedoch ohne dazugehörigen Zertifizierungscode. Die Mängel seien aber in der Zwischenzeit behoben.

Bezüglich Lactosegehalt musste kein Produkt beanstandet werden, jedoch wurden bei vier Produkten Abweichungen des Fettgehaltes gegenüber der Deklaration festgestellt und daraufhin beanstandet worden. Bei einem weiteren Produkt seien die Allergene in der Zutatenliste optisch nicht hervorgehoben worden und die Nährwertangaben hätten nicht den Vorgaben entsprochen. Ausserdem wurde ein Produkt wegen der Auslobung «Detox» an das für den Importeur zuständige Amt überwiesen. Da die Beanstandungsquote bei 10 Prozent lag, würden nun gluten- und lactosefreie Produkte im Auge behalten und bei Gelegenheit wieder kontrolliert werden, schreibt das kantonale Amt.