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Trends aufnehmen und gezielt umsetzen

Die landwirtschaftliche Beratungszentrale AGRIDEA nimmt eine Scharnierfunktion zwischen Beratung, Forschung, Praxis, Verwaltung und Politik wahr. Den Trends bleibt sie auch mit ihren 60 Lenzen hart auf den Fersen.

von Franziska Schawalder und Daniela Meyer*

Die AGRIDEA feiert ihren 60. Geburtstag mit der Aktion «AGRIDEA – rich in talent».

Die AGRIDEA ist eine treue Begleiterin, wenn es beispielsweise um die Themen Agrarpolitik, Pflanzenschutz und Tierwohl sowie um die Weiterentwicklung der Kompetenzen für landwirtschaftliche Beraterinnen und Berater geht. Ebenso wichtig ist ihr aber auch das Erkennen von Trends, die für die Akteure der Landwirtschaft und der ländlichen Entwicklung interessant und wichtig sein könnten.

Ernährung, Permakultur, Urban Agriculture

In diesem Sinne bietet die AGRIDEA erstmals den Kurs «Neue Trends in der Ernährung: Wie gehen wir damit um?» an. Während verantwortungsvolle Kon­sumentinnen und Konsumenten immer mehr ökologisch produzierte und fair gehandelte Produkte kaufen, fokussieren die neusten Tendenzen darauf, was in der Ernährung auch weggelassen werden kann oder muss. Der Kurs geht vor allem der Frage nach, wie wir auf diese Trends (tierfrei, glutenfrei, laktosefrei, zuckerfrei) reagieren sollen. Er findet am Montag, 30. April 2018, in Bern statt.

Die mehrtägige Exkursion «Permakultur – der neue Trend» ist für August und September 2018 geplant. Die Reise führt nach Ungersheim im Elsass und in den Kanton Waadt. Für die AGRIDEA ist es wichtig, diesen Ansatz als Instrument zur Diversifizierung eines Betriebes zu begreifen. Denn mit Angeboten rund um Permakultur kann ein Landwirtschaftsbetrieb innovative Wege gehen.
Nicht ganz neu, und dennoch nach wie vor im Trend ist das Thema «Urban Agriculture». Bereits seit ein paar Jahren bietet die AGRIDEA den Kurs «Die Stadt ernähren» an. Dieses Jahr findet der Kurs am Dienstag, 24. April 2018, in Basel statt. In erster Linie geht es darum, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie das grosse Potenzial der stadtnahen Landwirtschaft für eine nachhaltige Versorgung der Städte ausgeschöpft werden kann.
Das gesamte Kursprogramm der AGRIDEA ist unter www.agridea.ch/kurse zu finden.

Barto

Beim Begriff Digitalisierung noch von einem Trend zu sprechen, ist schon fast verwegen. Zahlreiche Landwirtinnen und Landwirte sind bereits seit geraumer Zeit «digital unterwegs». Sei es mit Melkrobotern, Halsband-Sensoren etc. Neu ist allerdings die zunehmende Vernetzung dieser Daten – Stichwort «Big Data». Die AGRIDEA hat sich dieser Herausforderung angenommen und in der Identitas AG eine Partnerin gefunden, die die gleichen Ziele verfolgt. Das gemeinsame Projekt beziehungsweise die Plattform heisst – benannt nach dem Schutzheiligen der Landwirtschaft Bartholomäus – «Barto» (www.barto.ch). Die Chancen stehen gut, dass die ersten Anwendungen in Kürze marktreif sind und Landwirtschaftsbetriebe «Barto» auch wirklich nutzen können.
Franziska Schawalder und Daniela Meyer arbeiten an der AGRIDEA