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Emmentaler AOP erhält mehr Marketinggeld

Die Delegierten der Sortenorganisation Emmentaler Switzerland stimmten für eine Erhöhung des Marketingbeitrages. Unter anderem soll für Emmentaler AOP ab nächstem Jahr ein neuer Markt entwickelt werden.

von hps

Stefan Gasser überzeugte die Delegierten mit neuen Marketingideen.
Die Delegierten stimmten mit überwältigendem Mehr für die Erhöhung des Sortenbeitrages.
Daniel Alain Meyer wurde zum neuen Präsidenten von Emmentaler Switzerland gewählt.
Die Neuen im ES-Vorstand: Adrian Zemp, Josef Hardegger, Pierre André Pittet und Roman Zemp.
Die Top-Ten der Emmentaler Käser.

Stefan Gasser, Direktor Emmentaler Switzerland musste den Delegierten von Emmentaler AOP an der Versammlung im Inforama an der Rüti in Zollikonen sagen, dass die Talsohle letztes Jahr noch nicht erreicht wurde. Doch Hoffnung gebe es – besonders auf dem Heimmarkt Schweiz wo die Verkäufe ein Plus von 6,8 Prozent erreichten. Gesamthaft war er um 3,7% rückläufig. Dennoch gebe es ein Minus, das vor allem durch schwächelnde Exporte nach Italien verursacht wurde. Weiterfahren müsse man mit Feldmarketing, sagte Gasser. Denn 90 % der Kaufentscheide würden vor dem Regal gefällt. Zum Beispiel seien die Schneidetische, obwohl vom Lebensmittelgesetz her gesehe manchmal schwierig zu handhaben, weil so ungekühlte Lebensmittel verkauft würden, ein ausgezeichnetes Verkaufsförderungsinstrument.

Beim Antrag der Sortenorganisation sei es ihm bewusst, dass es um viel Geld gehe, doch es gehe darum etwas zu verteidigen. Nämlich den einzigen und echten Emmentaler. Sicher sei auch, dass die Ressourcen sorgfältig eingesetzt würden, wie Gasser den Delegierten versicherte. Man müsse den Käse vom Gattungsprodukt zum unverwechselbaren Emmentaler ändern. Schliesslich sei der Emmentaler der meistkopierte  Käse der Welt.

Die Delegierten, von Milchproduzenten, über den Käser bis zum Händler folgten den Voten von Gasser und dem Präsidenten Heinz Wälti. Die Delegierten stimmten bis auf vier Gegenstimmen für die Erhöhung des Sortenbeitrages um 15 Rappen, von 60 auf 75 Rappen. Sie bekräftigen so die strategische Marschrichtung und setzen gemäss Sortenorganisation auf eine Verjüngung und Dynamisierung der Marke Emmentaler AOP. Zudem soll ab 2019, zusammen mit den Delegierten, ein neuer Markt bearbeitet werden, sagte Gasser.

Die ordentlichen Geschäfte wurden von den Delegierten einstimmig angenommen. Auch einstimmig fiel die Wahl des neuen Präsidenten von Emmentaler Switzerland aus. Daniel Alain Meyer, Ex- Schweiz Chef von Mondelez Schweiz, zeigte sich nach der Wahl motiviert für die Aufgabe. Gewählt wurden zudem vier neue Vorstandsmitglieder. Diese heissen: Pierre André Bittet, Roman Kemp, Josef Hardegger und Adrian Zemp.

Im Anschluss wurden noch die Top-10-Käser ausgezeichnet. Sie erhielten die Diplome von den Markenbotschaftern Matthias Sempach und Sonja Kälin.

Ehrenkäsereimarken:  Käserei Willi Brunner AG, Birwinken;  Käserei Engelburg, Michael Wick; Käserei Dürrenbühl, Wyssachen BE (Urs Wüthrich).
Bronzemedaillen: Käserei Lanzenberg, Dauer Top Ten über neun Jahre (Andreas Schütz)
Silberne Marke: Käserei Schmid, Buttisholz LU (Erwin Schmid); Berg-Käserei Oberei, Süderen (Hansruedi Gasser); Käserei Niedermuhlern (Erich Thomet, Rudolf Hofmann); Käserei Höhe, Signau (Alfred Schenk).
Goldene Käsereimarke: Käserei Oberbütschel, Theo Zbinden und Hansueli Jost schon zum zweiten Mal. Eine zweite Goldmedaille erhielt Alois Michel, Käserei Gyrstock, Hofstatt.