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Safranbrot Cuchaule erhält Ursprungs-Schutz

Eine einzige Einsprache ging gegen das GUB-Gesuch von Cuchaule ein. Das BLW hat das Safranbrot nun mit dem Ursprungs-Schutz ausgezeichnet.

von pd/hps

Als GUB-Spezialität kann die Cuchaule besser vor Nachahmungen geschützt werden. (Bild: swissmilk)

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat das Safranbrot Cuchaule als geschützte Ursprungsbezeichnung (GUB) eingetragen. Gegen das Gesuch um Eintragung dieser Freiburger Spezialität im GUB-Register ging eine Einsprache ein, die vom BLW abgelehnt wurde, wie das Amt in einer Mitteilung schreibt. Nachdem keine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht wurde, ist die Cuchaule nun geschützt in der Schweiz.

Die Cuchaule ist ein leicht gesüsstes Hefebrot auf der Basis von Weizenmehl, Vollmilch, Butter, Vollei, Zucker, Kochsalz, frischer Backhefe und Safran. Die besondere Form der Cuchaule ist eine leicht abgeflachte Halbkugel goldgelber bis brauner Farbe, glänzend, mit eingeschnittenen Rauten auf der Oberseite. Ihre äussere Farbe ist goldgelb bis braun glänzend; im Innern ist die Krume safrangelb. Der erste schriftliche Nachweis der Cuchaule geht auf ein Schiedsgerichtsurteil von 1558 zurück; Historiker leiten daraus her, dass ihr Ursprung noch weiter zurückliegt. Die Cuchaule ist in vielerlei Hinsicht mit dem Freiburgerland verbunden. Kulturell ist ihre Geschichte eng verknüpft mit dem typischen Freiburger Fest der Bénichon-Kilbi mit ihren kulinarischen und gastronomischen Freuden. Auch zwischen Menschen entstanden dank der Cuchaule enge Banden, denn das Rezept und die handwerklichen Fertigkeiten werden schon seit Jahrhunderten in den Landfamilien und unter Freiburger Bäckermeistern und -lehrlingen weitergegeben. Und nicht zuletzt ist die Cuchaule mit ihrem lokalen Rohmaterial eng mit der Natur verflochten.