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28 neue Fachkräfte aus der Ostschweiz

24 Milchtechnolog/innen und vier Milchpraktiker/innen haben am 4. Juli am BZWU Berufs- und Weiterbildungszentrum Wil / Uzwil / Flawil ihr Lehrabschlusszeugnis erhalten.

von pd

LAP-Abgänger Ostschweiz.

Im Rahmen der Lehrabschlussfeier verwies Marco Frauchiger, Rektor des BZWU Berufs- und Weiterbildungszentrums Wil/Uzwil/Flawil in seiner Rede auf die Bildungsentwicklung seit 1989. So hat sich seitdem die Zahl der Personen mit Tertiärabschluss verdoppelt. Bei den Milchtechnologen und Milchtechnologinnen umfasst dieser Bereich die Höhere Berufsbildung mit der Berufsprüfung und der Höheren Fachprüfung. In den vergangenen 20 Jahren hat sich zudem die Zahl der Personen ohne SEKII-Abschluss halbiert. Während bei den 56- bis 65-Jährigen noch 16 Prozent über keinen SEKII-Abschluss verfügen, sind es bei den 26- bis 35-Jährigen nur noch 5 Prozent. Diese guten Entwicklungen aus dem Bereich der Bildung schlagen sich auch in anderen Zahlen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung nieder: Seit 2009 waren 22 Prozent mehr Unternehmensgründungen zu verzeichnen. Seit 2006 hat der Energieverbrauch um 30 Prozent abgenommen. Seit 2009 hat sich die Jugendkriminalität mehr als halbiert, wie das Beispiel aus dem Kanton Zürich zeigt.

Marcel Züger, Präsident der Bildungskommission, forderte die frisch gebackenen Fachkräfte auf, trotz dieser guten Rahmenbedingungen auf der Hut zu sein und sich neuen Herausforderungen zu stellen, auch einmal ruhig gegen den Strom zu schwimmen. Er erklärte: «Beruflich kann das bedeuten: Erfahrungen im Ausland sammeln, oder sich weiterbilden mit allen Varianten, die für sie als Persönlichkeit machbar sind und mit allen Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen. Lernen sie mit Freude dazu. Vergraben sie auf keinen Fall ihre Talente, Fähigkeiten und Leidenschaften für bessere Zeiten. Dann können sie guter Zuversicht sein, dass weitere Erfolge in ihrem Berufsleben auf sie zukommen. Sie müssen aber nicht unbedingt ein Kaninchen aus dem Hut zaubern, um in unserer Branche erfolgreich zu sein. Sie haben eine vorzügliche Ausbildung gemacht und sind eine begehrte Arbeitskraft im weiteren Branchenumfeld. Darum glauben Sie an sich und ihre Stärken. Das wird Ihnen helfen, wenn Sie den Hut in den Ring werfen und eine Herausforderung annehmen.»

Zwölf Ostschweizer Milchtechnologen und Milchtechnologinnen glänzten mit Noten über 5,0, darunter der Vizeberufsmeister Lucas Züger mit dem besten Lehrabschluss und Berufsmeisterin Diana Niggli.