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Milchgold hat 1,1 Millionen zu viel vom Bund bezogen

Die Aargauer Käserei Milchgold Käse AG hat zu Unrecht 1,1 Millionen Franken Verkäsungszulage bezogen. Das Unternehmen hat das Geld inzwischen zurückbezahlt.

von mos

Die Käserei Milchgold in Auw. (Bild zvg)

Im Sommer hat das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) ein Verwaltungsverfahren gegen die Milchgold Käse AG mit Sitz in Auw im Aargauer Freiamt eröffnet. Die Käserei stand im Verdacht, unrechtmässig Verkäsungszulagen im Wert von 1,1 Millionen Franken vom Bund bezogen zu haben. Dies hat sich nun bestätigt, wie die «Aargauer Zeitung» am Dienstag unter Berufung auf das BLW berichtete.

Die Käserei hatte in der Datenbank Milch 7655 Tonnen Milch mehr eingetragen, als sie auf den Milchgeldabrechnungen auswies. Damit hat sie sich insgesamt 1,1 Millionen Franken Verkäsungszulage erschlichen. Das Unternehmen habe «die zuviel bezogenen Beiträge» inzwischen zurückbezahlt, bestätigte BLW-Sprecherin Florie Marion gegenüber der «Aargauer Zeitung». Ausserdem musste die Freiämter Käserei eine Busse von 8000 Franken bezahlen.

Strafverfahren läuft noch

Hängig ist ein Strafverfahren gegen den Geschäftsführer der Milchgold Käse AG wegen Verdachts auf Betrug. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung. Fünf Lieferanten hatten den Geschäftsführer angezeigt.