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Backwaren: Fredy’s AG setzt auf pestizidfreien Anbau

Der Grossbäcker Fredy Hiestand setzt ein Zeichen für eine nachhaltige Landwirtschaft. Für sein Unternehmen Fredy's AG wird das Getreide ab sofort pestizidfrei angebaut.

von mos/pd

Brot aus Landwirtschaft ohne Pestiziden: Fredy Hiestand. (Bild zvg)

Die Bäckerei Fredy’s AG von Fredy Hiestand verwendet ab der Getreideernte 2019 für sämtliche Backwaren nur noch Getreide, das pestizidfrei angebaut wurde. Fredy’s sei das erste Branchenunternehmen in der Schweiz, das diesen Schritt mache, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Bereits heute verwendet Fredy’s nur Getreide, das nach den Standards von IP-Suisse angebaut wird. «Mein Wunsch ist, dass die gesamte Wertschöpfungskette nachhaltig profitieren kann», begründet Hiestand laut Mitteilung diese Umstellung. Pestizide hätten in der Landwirtschaft keine Zukunft.

Gleich ganz auf Bio-Qualität umzustellen komme für Fredy’s aber nicht in Frage. Der Mehrpreis vom IP-Suisse Getreide zur biologischen Qualität sei «für den Konsumenten einfach noch zu gross», wird Fredy Hiestand in der Mitteilung zitiert.

Der gesamte Bedarf der Fredy’s AG an Weizen, Ur-Dinkel und Roggen wird künftig pestizidfrei angebaut. Insgesamt verzichten die beteiligten Landwirte künftig auf die Ausbringung von Pestiziden auf einer Anbaufläche von zusammen rund 700 Hektaren.

Der Gipfeli-König

Fredy Hiestand ist als Gründer von Hiestand mit seinen tiefgefrorenen Gipfeli bekannt geworden. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere war der Gipfeli-König laut Mitteilung Chef eines internationalen Konzerns mit 300 Millionen Franken Umsatz und 1800 Mitarbeitenden. Heute beschäftigt er in der Fredy’s AG 150 Mitarbeitende und erzielt einen Umsatz von rund 30 Millionen Franken. Er gründete das Unternehmen 2003 mit dem Ziel, einen Nischenmarkt mit hochwertigen Broten zu beliefern.