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Essen wird vollständig transparent

Mit einer neu lancierten Plattform basierend auf der Blockchain-Technologie lassen sich Lebensmittel von ihrem Ursprung bis auf den Teller einfach und sicher zurückverfolgen.

von sda

(Bild: zVg)

Die Plattform «OpenSC» sei das Resultat einer Zusammenarbeit zwischen dem WWF und BCG Digital Ventures (BCGDV), teilte die Umweltschutzorganisation am Montag mit. Die Plattform ermögliche es Konsumentinnen und Konsumenten sowie Unternehmen, umweltschädliche oder unethische Produkte zu vermeiden.

Mit einem digitalen Warenticket, einem sogenannten RFID Tag, können Unternehmen ihre Produkte vom Ort ihrer ursprünglichen Produktion, über die Lieferkette bis zum Endkonsumenten verfolgen. Die nicht-manipulierbare Blockchain zeichnet jegliche Bewegungen des Produkts auf und kann zusätzliche Informationen wie die Temperatur der gelagerten Lebensmittel speichern.

Wenn Endverbraucher den QR-Code eines Produkts mit ihrer Smartphone-Kamera scannen, werden automatisch die gesammelten Informationen zur ganzen Wertschöpfungskette angezeigt. «Wir haben diese Technologie so konzipiert, dass sie sowohl mit bestehenden Lieferkettenabläufen und Zertifizierungssystemen als auch mit anderen Blockchain-fähigen Lösungen kompatibel ist. Es ist spannend, dass Produzenten, die bereit sind, ihren Kunden vollständige Transparenz zu bieten, in kürzester Zeit auf OpenSC arbeiten können», meint Paul Hunyor, BCGDV-Geschäftsführer und Ko-Vorsitzender des World Economic Forum Council on the Future of Consumption.

«OpenSC» richte sich an Unternehmen, die nachweisen wollten, dass ihre Produkte auf umweltfreundliche oder ethische Weise hergestellt wurden, hiess es weiter. WWF-Generaldirektor Marco Lambertini und BCGDV-Geschäftsführer Stefan Gross-Selbeck servieren die mit der Plattform getrackten Produkte am Donnerstag am WEF interessierten Wirtschaftsführern.