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Auch Laborfleisch schadet dem Klima

Fleisch aus dem Labor ist nicht unbedingt besser fürs Klima als Fleisch von Nutztieren. Im Gegenteil. Das haben Forscher aus Oxford herausgefunden.

von mos/pd

Auch die israelische Firma Aleph Farms forscht an Laborfleisch. (Bild zvg)

Die Fleischproduktion trägt massgeblich zum Ausstoss an Treibhausgasen bei. Doch Fleisch im Labor zu züchten, entschärft das Problem nicht zwingend. Das haben Forscher der Oxford Martin School herausgefunden, wie sie im Fachjournal «Frontiers in Sustainable Food Systems» schreiben.

Für ihre Studie verglichen die Forscher die Treibhausgasemmissionen von drei konventionellen Tierhaltungsmethoden mit vier Fleischkultivierungsmethoden im Labor. Ihr Fazit: Laborfleisch in grossem Stil herzustellen, könnte längerfristig das Klima mehr aufheizen als die herkömmliche Fleischproduktion. Denn die Produktion von Laborfleisch brauche viel fossile Energie und stosse damit viel C02 aus. In der Tierhaltung hingegen werde vor allem Methan ausgestossen. Methan sei zwar schädlicher fürs Klima als C02, schreiben die Forscher in einer Mitteilung. Dafür verbleibe Methan nur für 12 Jahre in der Atmosphäre, C02 hingegen sammle sich über Jahrtausende in der Atmosphäre an – und schade so dem Klima langfristig stärker.

Das Steak aus dem Labor ist also kein Klima-Heilmittel. Nur wenn die Produktion effizienter und die eingesetzte Energie C02-neutral sei, könne Laborfleisch zur klimafreundlichen Alternative werden, schreiben die Forscher.