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Wachstum im Export und neue Projekte

Die Migros-Industrie setzt auf Kaffeekapseln, Schokolade, Käse, Kosmetik – und auf den Online-Händler Amazon, den sie mit Migros- Eigenmarken beliefert. Ausserdem sucht sie neue Start-ups.

M-Industrie will bei der Kaffeekapseltechnologie nicht auf andere warten, sondern selber Standards setzen. (Bild: zVg)

Mit den Filialen des Mutterkonzerns Migros macht die M-Industrie immer noch mehr als 70 Prozent des Gesamtumsatzes, 4,117 Mrd. Franken. Dieser Bereich wuchs aber 2018 nur um 0,8 Prozent, während das internationale Geschäft um 10,9 Prozent auf 807 Millionen Franken wuchs. Auch im Grossverbrauchergeschäft, das rund ein Sechstel des Gesaumtumsatzes ausmacht, konnte die M-Industrie den Umsatz steigern, um fünf Prozent auf 906 Millionen Franken. Export ist wichtig Im Export bleiben Deutschland, Frankreich und Grossbritannien die wichtigsten Märkte. Zwar merke man in Grossbritannien die Verunsicherung der Konsumenten wegen des Brexits, sagte M-Industrie-Chef Walter Huber an der Jahresmedienkonferenz vom 20. Februar. Die Geschäfte seien deutlich verlangsamt. Dies sei für die M-Industrie anspruchsvoll, weil man gezwungen sei, verschiedene Szenarien auszuarbeiten. Die M-Industrie exportiert auch viel nach China, Japan, Indien oder Südkorea. In Südkorea hat die M-Industrie letztes Jahr den Kosmetikhersteller Gowoonsesang Cosmetics übernommen. Damit habe man eine grosse inter­nationale Ausstrahlung erzielt, denn die Firma sei technologisch sehr weit fortgeschritten, sagte Huber. Das internationale Wachstum war laut Huber im Segment Personal & Homecare, Nutrition / Biochemistry mit einem Umsatzwachstum von 30,8 Prozent am stärksten. Die Wichtigkeit einer «Offline-Präsenz» In China ist die M-Industrie seit zwei Jahren unter der Dachmarke «Orange Garden» tätig. Die Migros-Produkte werden über die Internetplattform «Kaola» und die Alibaba-Tochter «Tmall» vertrieben. Man habe aber auch gesehen, dass man in China über eine Offline-Präsenz verfügen müsse, sagte Huber. Deshalb habe man dort nun Waren im stationären Handel gelistet, etwa bei Carrefour, der in China stark ist. Die M-Industrie beliefert auch Branchenprimus Amazon. Dabei werden Produkte aus verschiedenen Segmenten für die Eigenmarke von Amazon, für den europäischen Markt, aber auch für den US-Markt hergestellt, wie Huber sagte. Um welche Produkte es sich handelt, dürfe er nicht kommunizieren, doch das Geschäft soll ausgeweitet werden. M-Industrie-Produkte werden auf Amazon über migrosshop.de, aber auch über andere Zwischenhändler verkauft, wie M-Industrie-Sprecherin Andrea Schlenker sagt. So wird zum Beispiel Rösti von der Bischofszell Nahrungsmittel (Bina) angeboten, aber auch Kaffeekapseln, Teigwaren oder Tafeln, Praliné oder Branchli von Chocolat Frey. Gerade Schokolade wird viel exportiert. «Bei Chocolat Frey exportieren wir gegen 50 Prozent – bei Delica deutlich über 50 Prozent», sagte Huber. Beim Exportschlager Kaffee wird stark auf die Kapseltechnologie und auf Aluminium gesetzt. Der Markt für Alukapseln sei gegenüber dem Markt für Plastikkapseln riesig, so Huber. Nestlé habe hier Standards gesetzt. Delica wolle in diesem Markt aber nicht einfach kopieren, sondern selber Standards setzen. Ausschau nach neuen Start-ups Investieren will die M-Industrie auch in die Entwicklung von neuen Proteinträgern. Letztes Jahr wurde das israelische Start-up Innovopro übernommen. «Die stellen unglaublich wohlschmeckende Produkte aus Kichererbsen her», so Huber und kündigte an, dass weitere Übernahmen geprüft würden. Dabei setzt M-Industrie auf Start-ups, welche sich in der Erforschung von Fleisch auf Basis von Zellkulturen spezia­lisiert haben. Dort gehe die Entwicklung in Riesenschritten vorwärts. Noch vor zwei Jahren habe er gedacht, dass es wohl noch 20 Jahre gehe, bis das Fleisch im Labor massentauglich würde, sagte Huber. Doch auf einer Start-up-Reise habe er kürzlich gemerkt, dass es sehr schnell gehen könne. «Das Mini-Steak hat sehr gut geschmeckt», sagte Huber, er habe im Blindtest den Unterschied zwischen richtigem Fleisch und Laborfleisch nicht rausspüren können. Derweil hat die M-Industrie im konventionellen Fleischsegment, wenigstens was das internationale Geschäft betrifft, keine grossen Sprünge gemacht. Nur für 17 Millionen Franken wurden Produkte exportiert. Auch das Segment Molkereiprodukte ist im Export gegenüber dem Vorjahr geschrumpft, wobei jedoch Käse ein Wachstumstreiber blieb. Abstriche musste die M-Industrie auch bei Backwaren machen. Dort hat man gemäss Huber im Discountbereich das Kundenportfolio zusammengestrichen. hanspeter.schneider@rubmedia.ch

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