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SMP kritisieren Milchverarbeiter

Der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten ist zufrieden mit der adminstrativen Umsetzung der Schoggigesetz-Nachfolge, aber enttäuscht von der Verkaufsleistung der Verarbeiter.

von lid

(Symbolbild lid)

Aktuell haben über 18’500 Milchproduzenten die neue Verkehrsmilchzulage von 4,5 Rappen pro Kilo Milch beim Bund beantragt und für Januar 2019 erhalten, wie die SMP in einer Medienmitteilung schreiben. Die beiden Fonds zur Regulierung und zur Rohstoffverbilligung sind eingerichtet. Der Verband zeigt sich erfreut, dass der administrative Teil der Nachfolgelösung zum Schoggigesetz auf Anhieb gut und planmässig funktioniert.

Unzufrieden ist der SMP-Vorstand mit der Verkaufsleistung der Milchverarbeiter in den Kanälen der Lebensmittelindustrie. Angesichts der aktuellen Marktlage und der beschlossenen Nachfolgeregelung zum Schoggigesetz werde das Marktpotenzial offensichtlich bei weitem nicht ausgeschöpft, heisst es in der Mitteilung. Dies führe zu höheren schmerzhaften vertikalen Abzügen im Milchverkauf bei den Produzentenorganisationen und den Milchproduzenten. Die SMP erwarten deutliche Korrekturen und stellen sich die Frage, ob die Verkaufsstrukturen in diesem Segment optimal ausgestaltet sind.

Neues Mitglied in der Geschäftsleitung

Im Rahmen der Vorstands-Sitzung wurde Stephan Schneider per 1. Mai zum Leiter Bereich Finanzen, Personal und zentrale Dienste sowie in die Geschäftsleitung gewählt. Er folgt auf Robert Scherz, der nach über 13 Jahren bei den SMP in den Ruhestand tritt.

Mittelland Milch soll Mitglied werden

Der Vorstand beantragt zudem einstiggimg den Delegierten, an der Delegiertenversammlung vom 17. April den Verein Mittelland Milch als neues Mitglied der SMP aufzunehmen. Mittelland Milch vereinigt Milchproduzenten der Emmi-Direktlieferanten BEMO, MIMO und ZeNoOs.