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Exotische Eistees kalt aufgegossen

Der Genfer Jungunternehmer Ciprian Sauca produziert artisanale Eistees im Cold-Brew-Verfahren. Die Flaschen von Vitalay sind aus einem Abfallprodukt der Rohrzuckerproduktion gefertigt.

Studiert hat der 28-jährige Ciprian Sauca Wirtschaft, gearbeitet hat er als Manager bei Manor in Genf. Doch seine grosse Leidenschaft ist die vielfältige Welt des Tees. Als ihm seine Mutter 2012 ein selbstgemachtes Getränk aus einem fermentierten Holunderblütenaufguss serviert, macht es Klick. Sauca wird klar: Er will künftig mit eigenen Händen etwas herstellen. Wenig später führt ihn ein Arbeitskollege in die Welt der chinesischen Teezubereitung ein. Weitere Erweckungserlebnisse folgen und 2013 gründet Sauca seine eigenes Unternehmen Vitalay, das im genferischen Bernex zuhause ist. Saucas Ziel: «Ehrliche» Eistees aus rein natürlichen Zutaten herstellen, bei denen der Geschmack des Tees im Zentrum steht.

Kalt aufgegossen bedeutet mehr Aromen
Sauca giesst seine Tees kalt auf und lässt sie zwischen 16 und 35 Stunden ziehen, so entwickelt der Tee mehr Aromen aber weniger Bitterstoffe. Gesüsst wird mit wenig Rohrzucker. Fünf Sorten umfasst sein «Cold Brew»-Sortiment heute - eine aromatische Weltreise: Der Ice Tea «Formosa» ist ein Aufguss aus taiwanesischem Oolong-Tee ohne zugesetzten Zucker. In «Bali» hats japanischen Sencha-Grüntee und Ingwer drin, der mit Minze versetzte Grüntee im «Marocain» nimmt einen mit in einen marokkanischen Souk, und der Jasmin-Grüntee verspricht blumige und fruchtige Noten. Wer den Koffeeinkick sucht, ist mit dem Ice Coffe aus 100 Prozent Arabica gut bedient. Zwischen 250 und 400 Liter Eistee stellen Sauca und seine zwei Angestellten täglich her. Verkauft werden die exquisiten Tees in Luxushotels, Restaurants, Bars und den Manor-Filialen in Genf, Vésenaz und Chavannes. Seinen Eistee in Plastikflaschen abzufüllen, kam für Sauca nicht in Frage. Beim französischen Start-up Vegan Bottle fand er schliesslich Flaschen aus Bagasse, den faserigen Überresten, die nach dem Auspressen des Zuckersaftes aus dem Zuckerrohr übrig bleiben. Die Flaschen sind biologisch abbaubar, die Etiketten mit dem auffälligen Elefantenkopf bestehen ebenfalls aus Zuckerrohrfasern. Und auch die Flaschendeckel sollen ab April durch kompostierbare Alternativen ersetzt werden.

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