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Auftragsdynamik bei KMU lässt im April nach

Die Wachstumsaussichten für die kleinen und mittelgrossen Unternehmen (KMU) in der Schweiz haben sich abgeschwächt. Es handelt sich aber nur um eine Normalisierung.

von sda

Der von Raiffeisen erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) für KMU fiel im April auf 52,6 von 55,1 Punkten, blieb damit aber zum neunten Mal in Folge in der Wachstumszone. Die starke Auftragsdynamik liess nach.

Fast alle Komponenten seien rückläufig gewesen, lediglich die Beschäftigungsdynamik habe sich verbessert, schrieb Raiffeisen in einer Mitteilung vom Donnerstag. Der Indexwert für die Beschäftigung kletterte um 1,4 Punkte auf 51,4 Punkte.

Die wichtige Entwicklung der Auftragsbestände verringerte sich um relativ hohe 4,6 Punkte. Mit einem Indexstand von 54,1 Punkten lägen die Auftragsbestände jedoch auf einem ansehnlichen Niveau, hiess es. Die Komponente macht mit 30 Prozent den grössten Anteil am KMU PMI aus, sie ist ein wichtiger Indikator für die künftige gesamte Geschäftsaktivität der Unternehmen.

Mittlerweise habe sich die Konjunktur zwar abgekühlt, es handle sich aber keineswegs um einen Einbruch, sondern vielmehr um eine Normalisierung, sagte Raiffeisen-Ökonom Domagoj Arapovic in der Publikation. Die Schweizer Industrie-KMU seien weiterhin auf Expansionskurs, jedoch habe die Dynamik im Vergleich zu 2018 nachgelassen. Die zahlreichen geopolitischen Risiken beeinträchtigten die Auslandsnachfrage und führten dazu, dass der Franken weiterhin hoch bewertet bleibe. Rationalisierungsinvestitionen stünden nun wieder im Vordergrund.

Der Raiffeisen KMU PMI basiert auf dem selben Konzept wie die der weltweit bekannte und bewährte Einkaufsmanagerindizes (Purchasing Managers’ Index). Monatlich liefern rund 200 Firmenkunden die Basis für den PMI.