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Solarstrom für Käsereien

Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach kann sich gerade für Käsereien besonders lohnen. Denn Käsereien brauchen nicht nur viel Energie, sie arbeiten in der Regel auch an 365 Tagen pro Jahr.

von Claude Liengme

Damit können sie sämtlichen anfallenden Solarstrom selber nutzen, ohne in teure Speichersysteme investieren zu müssen. Solarstrom ins Netz einzuspeisen lohnt sich heute weniger, als ihn selber zu verbrauchen.

Bei der Planung der Grösse einer Solarstromanlage hilft etwa ein Programm der Uni Genf (PVsyst). Gefüttert mit Wetterdaten, Dachneigungswinkel und dem Typ der verwendeten Solarzellen liefert es sehr genaue Resultate über die zu erwartende Stromproduktion. Natürlich spielt auch der Eigenverbrauch einer Käserei eine wichtige Rolle bei der Planung. Dabei muss auch berücksichtigt werden, dass je nach Tages- und Jahreszeit nicht immer gleich viel Strom anfällt. Schon nach sechs bis acht Jahren kann sich die Installation einer Photovoltaikanlage rechnen. Hinzu kommt, dass Käser Solarstrom vom eigenen Dach auch als Verkaufsargument für ihre Produkte nutzen können.

Die Rechtslage hat sich in den letzten Jahren so weiter entwickelt, dass der Besitzer des Gebäudes, auf dem sich die Solaranlage befindet, nicht identisch sein muss mit dem Stromkonsumenten. Bei Käsereien, die Milchgenossenschaften gehören, könnte der Käser daher beispielsweise das Dach mieten oder die Genossenschaft könnte ihm den Strom zu vorteilhaften Konditionen verkaufen.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der alimenta vom 26. Juni 2019