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Mercosur: Steigende Käseexporte erwartet

Der Europäische Verband der Milchindustrie (EDA) begrüsst das Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Ländern.

von aiz/mos

Zum Beispiel die europäische Käsebranche hofft auf mehr Exporte nach Südamerika. (Symbolbild Pixabay)

Das Kontingent von 30’000 Tonnen für Käse aus der EU liegt um das Zehnfache über den heutigen Ausfuhrmengen, erklärt Alexander Anton, Generalsekretär von EDA. Er sieht große Chancen für die europäischen Molkereien in Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay, wie das Agrarische Informationszentrum aiz.info berichtet.

«Wir haben zwar grössere Menge für die Kontingente gefordert und wollten eine schnellere Senkung der Einfuhrzölle erreichen», führt Anton aus, aber am Schluss der Verhandlungen hätten beide Seiten Zugeständnisse machen müssen. Jetzt käme es noch auf die Einzelheiten bei der Umsetzung des Mercosur-Abkommens an, wie etwa die Verwaltung des Einfuhrkontingents. Davon hinge es ab, ob die Exporteure von Molkereiprodukten ihren Absatz in Südamerika wirklich in größerem Ausmass steigern könnten.

Weiterhin lobte der EDA-Generalsekretär gemäss aiz.info den Schutz von zahlreichen geografischen Angaben, der auch vielen europäischen Käsesorten zugutekomme.

Im Gegensatz zum EDA kritisieren die europäischen Milchproduzenten das Freihandelsabkommen.