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Veggie-Trend beschert Rügenwalder Wachstum

Der deutsche Wursthersteller Rügenwalder will bis 2020 40 Prozent seines Umsatzes mit veganen und vegetarischen Fleischalternativen erwirtschaften.

von pd/mos

Der deutsche Wursthersteller Rügenwalder Mühle konnte seinen Gesamtbruttoumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 212 Mio. Euro (2017: 201 Mio. Euro) steigern. Auch der Gesamtabsatz lag mit 24’200 t über dem Wert des Vorjahres (23’300 t), wie topagrar.de berichtet. Wachstumstreiber sind dabei die veganen und vegetarischen Fleischersatzprodukte. So belief sich der Anteil der Veggie-Produkte am Gesamtumsaz der Rügenwalder Mühle Ende 2018 auf 27 Prozent, im Mai 2019 machten vegane «Salami» und «Würstchen» bereits 34 Prozent des Umsatzes aus.

«Mehr als nur ein Hype»

«Unser Geschäftszahlen für 2018 bestätigen uns einmal mehr darin, dass vegetarische/vegane Fleischalternativen mehr sind als ein kurzer Hype. Und dass wir absolut richtig lagen, als wir Ende 2014 als erstes fleischverarbeitendes Unternehmen in Deutschland damit gestartet sind», so Godo Röben, Rügenwalder-Geschäftsführer. Ziel von Rügenwalder ist es, dass 2020 die klassischen Fleischwaren 60 Prozent des Umsatzes ausmachen, die Fleischalternativen 40 Prozent.

Um der wachsenden Nachfrage nach ihren vegetarischen und veganen Produkte nachzukommen, baut Rügenwalder seinen Standort in Bad Zwischenahn für einen «hohen zweistelligen Millionenbetrag» aus, wie das Unternehmen mitteilt. So sollen bis Ende 2020 über 10’000 Quadratmeter neue Fläche entstehen, die ausschliesslich für die Produktion und Verpackung der fleischfreien Linie genutzt wird.