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Nestlé kreiert Schoggi ohne beigefügten Zucker

Nestlé bringt im Herbst ein KitKat auf den Markt, das ohne zugefügten Zucker auskommt. Für die Süsse sorgt die Kakaopulpe, bisher ein Abfallprodukt der Kakaobohne.

Das neue KitKat besteht nur aus Kakaobohnen und Kakaofruchtfleisch. (Bild zvg)

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat ein Verfahren entwickelt, um aus dem Fruchtfleisch der Kakaofrucht ein Pulver herzustellen, das natürlichen Zucker enthält. Damit werde zum ersten Mal Kakao-Fruchtfleisch zum Süssen verwendet, teilte Nestlé am Dienstag mit. Bisher landete das Fruchtfleisch grösstenteils im Abfall, ein kleiner Teil wurde für die Fermentation der Bohnen gebraucht.

Als erstes Produkt mit dem neuen Verfahren bringt Nestlé diesen Herbst in Japan ein KitKat mit 70 Prozent dunkler Schokolade auf den Markt, das 40 Prozent weniger Zucker enthält als vergleichbare Produkte mit zugesetztem Zucker. Weitere Produkte in weiteren Ländern sollen nächstes Jahr folgen, heisst es in der Mitteilung.

Nestlé könnte das Verfahren künftig auch für Milch- und weisse Schokoloade verwenden, sagte Alexander von Maillot, Chef von Nestlés Süssigkeitensparte, zu Bloomberg. Dabei gehe es nicht in erster Linie um die Zuckerreduktion, sondern um eine neue Form der Schokoladenproduktion und darum, die Kakaobohne ganzheitlich zu nutzen.