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Micarna: «Wir mussten Schweinefleisch einfrieren»

Die Micarna wehrt sich gegen den Vorwurf der Schweinehalter, die Migros senke den Preis für Schlachtschweine, um die eigene Marge zu verbessern.

von mos

Per 26. Juli hat die Migrosfleischverarbeiterin Micarna den Preis für QM-Qualitätsschweine um 10 Rappen pro Kilogramm Schlachtgewicht gesenkt. Die Schweinehalter reagierten empört: Die Preissenkung sei angesichts des Marktes nicht nachvollziehbar, die Preissenkung diene dazu, die Marge der Micarna zu verbessern, schrieb der Branchenverband Suisseporcs in einer Mitteilung.

Die Micarna beurteile die Marktlage gänzlich anders als Suisseporcs, verteidigt Mediensprecherin Deborah Rutz die Preissenkung in der Bauernzeitung. «Bereits in den letzten Wochen hat die Micarna ein Überangebot in Bezug auf Schweinefleisch festgestellt und bei gleichbleibender Schlachtmenge mehrere Tonnen einfrieren müssen», sagte Rutz der Zeitung. Auch den Vorwurf der Margenverbesserung weist Rutz zurück. Die Micarna gebe die Preissenkung im Einkaufspreis direkt an ihre Kunden weiter.