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EU-Kommission will Dorschfangeverbot verlängern

Angesichts des kritischen Zustands der Fischbestände sollen Fischer im kommenden Jahr kaum Dorsch und weniger Hering aus der Ostsee ziehen dürfen. Das derzeit geltende Dorschfangverbot für die östliche Ostsee solle 2020 verlängert werden, schlug die EU-Kommission am Freitag vor.

von sda

Die Dorschbestände in der Ostsee sind bedroht. (Symbolbild Pixabay)
In der östlichen Ostsee solle Dorsch nur in geringen Mengen als Beifang gefischt werden dürfen. Beim für Deutschland wichtigen westlichen Hering solle die erlaubte Fangmenge um 71 Prozent gesenkt werden. Die Vorschläge basieren auf wissenschaftlichen Gutachten des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES). Die EU-Fischereiminister werden am 14. und 15. Oktober darüber verhandeln.

Im Juli hatte die EU-Kommission als Notfallmassnahme bereits ein Fangverbot für Dorsch in der östlichen Ostsee bis zum Jahresende verhängt. Dabei ging es um Gebiete zwischen Mecklenburg-Vorpommern, Schweden und Lettland, in denen der Fisch besonders häufig vorkommt.

Die flachen Küstengewässer vor Mecklenburg-Vorpommern waren von den Verbot ausgenommen. Die Brüsseler Behörde kann derartige Massnahmen allerdings nur zeitlich begrenzt erlassen. Wissenschaftliche Gutachten hatten ergeben, dass die Dorschbestände in dem Gebiet stark bedroht sind.