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Frankreich stellt für Brexit 700 Zöllner ein

Frankreich hat für den Ende Oktober geplanten britischen EU-Austritt 700 zusätzliche Zöllner eingestellt. Mit dem künftigen Nicht-EU-Land Grossbritannien solle es eine «intelligente Grenze» mit Online-Erklärungen für Unternehmen geben, um kilometerlange Lastwagenstaus zu verhindern.

von sda

Im Hafen von Calais soll es nicht zu langen LKW-Schlangen kommen. (Symbolbild Pixabay)
Das kündigte der französische Budgetminister Gérald Darmanin am Freitag im Sender RTL an. Der britische Premier Boris Johnson will sein Land am 31. Oktober notfalls ohne ein Brexit-Abkommen aus der EU führen. Ein No-Deal-Brexit dürfte vor allem für die Wirtschaft erhebliche Konsequenzen haben, weil dann nach derzeitigem Stand der Dinge wieder Zölle und Grenzkontrollen eingeführt werden müssten.

Der Pariser Ressortchef sagte, das Problem betreffe vor allem die nordfranzösische Hafenstadt Calais. Vor dem Brexit solle es einen Monat lang eine Art Generalprobe geben, um die Abläufe zu testen. Es gebe in Frankreich rund 100’000 Unternehmen, die mit Grossbritannien arbeiten würden.

Der Minister machte den künftigen Ablauf an einem Beispiel deutlich: «Sie sind ein Mittelständler, in (dem zentralfranzösischen) Grenoble, und Sie exportieren nach Grossbritannien. Sie deklarieren nunmehr alles per Internet╗, sagte Darmanin. «Es wird Strichcodes geben. Nummernschilder werden gelesen werden. Und an der Grenze geht Ihre Ware direkt nach Grossbritannien – ausser bei Kontrollen, falls man denkt, dass Sie schmuggeln oder nachgemachte Ware haben.»