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Japanische Lebensmittel: Nur noch wenig Radioaktivität nachweisbar

Acht Jahre nach den Reaktorunfällen in Fukushima sind die aus Japan importierten Lebensmitteln nur noch vereinzelt schwach radioaktiv belastet. Deutlich stärker belastet sind Lebensmittel auf dem japanischen Markt.

von pd/mos

Auch japanischen Reiswein untersucht das Kantonslabor Basel-Stadt auf Radioaktivität. (Symbolbild Pixabay)

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat 36 Lebensmittelproben aus Japan auf radioaktive Rückstände untersucht. Alle Proben entsprachen dem Schweizer Lebensmittelrecht, wie das Laboratorium am Mittwoch mitteilte.

Während die importierte Ware nur noch vereinzelt schwach radioaktiv belastet waren, sind Produkte auf dem japanischen Markt deutlich stärker belastet. Die Belastung von Gemüsen und Suppen ist zehnmal höher als bei den in die Schweiz exportierten Waren. Während rund jede fünfte Probe auf dem japanischen Markt immer noch kontaminiert ist, enthielt nur eine von sieben importierten Proben Cäsiumspuren, heisst es in der Mitteilung. «Die von den japanischen Behörden ergriffenen Massnahmen für den Export greifen offenbar immer noch und sind ausreichend», hält das Laboratorium fest.

Untersuchungen seit 2011

Seit Mai 2011 untersucht das Laboratorium Basel-Stadt regelmässig Lebensmittelproben japanischer Herkunft auf radioaktive Rückstände. Dieses Jahr wurden Tee, Getreideprodukte, Suppeneinlagen, Saucen, Gewürz und Sake untersucht. Zehn der insgesamt 36 untersuchten japanischen Produkte enthielten Spuren von Radiocäsium (137Cs). Die kurzlebigen Isotope 134Cs und 131I waren hingegen in keinem Produkt nachweisbar.

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