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Faireswiss: Ein Franken Milchpreis

Unter dem neuen Label "Faireswiss" wird den teilnehmenden Milchbauern ein Milchpreis von einem Franken pro Kilogramm bezahlt.

von pd/wy

Bei Manor ist seit dem 23. September “Faireswiss”-Milch erhältlich. Dafür erhalten die Milchproduzenten einen Milchpreis von einem Franken pro Kilogramm Milch. Laut den Initianten werden die Produktionskosten für Milchproduzenten vom Landwirtschaftlichen Beratungsdienst auf einen Franken geschätzt. Mit “Faireswiss” würden nun erstmals im Schweizer Detailhandel Milchprodukte angeboten, welche die Produzenten fair entlöhnten, hiess es bei der Lancierung in Lausanne. Das Sortiment bei Manor besteht einerseits aus UHT-Vollmilch, die vom Milchverarbeiter Cremo abgefüllt wird, andererseits aus fünf verschiedenen Weichkäsen, die von der Käserei Grand Pré in Moudon hergestellt wird: Brie de Moudon, Bourg-Mignon, Coeur de Moudon, St-Etienne und Reblochon. In Lausanne war auch Erwin Schöpges, der Präsident des European Milk Boards, dabei. Das EMB setzt sich in verschiedenen europäischen Ländern für faier Milchpreise ein, mit Projekten wie Fairebel oder Fairefrance.

Faireswiss ist eine Genossenschaft  mit aktuell 14 Produzentinnen und Produzenten aus den Kantonen Waadt, Freiburg, Berner Jura, Neuenburg und Baselland. Diese haben Anteilscheine entsprechend ihrer gelieferten Milchmenge. Die Produzenten erfüllen mindestens zwei von den drei Bundesprogrammen GMF (Graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion), RAUS (Regelmässiger Auslauf) und BTS (Besonders tierfreundliche Stallsysteme). Man wolle sich mittelfristig dafür einsetzen, dass sich weitere Produzentinnen und Produzenten aus allen Landesteilen dem Projekt anschliessen, heisst es in der Medienmitteilung.