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Nettoimporteure trotz natürlichem Reichtum

Trotz ihrer natürlichen Ausstattung und der vielen im Agrarsektor tätigen Arbeitskräfte sind die meisten Länder in Afrika Nettoimporteure von Lebensmittel. Am Helvetas Symposium 2019 zeigte Unternehmerin Ndidi Nwuneli Lösungen für das Problem auf.

von lid

"Es ist billiger, Kartoffeln aus Grossbritannien nach Lagos zu fliegen als sie aus einer abgelegenen Ort in Nigeria in die Hauptstadt zu transportieren. Das kann doch nicht sein", führte Ndidi Nwuneli den Anwesenden am Helvetas Symposium 2019 vor Augen. (Symbolbild, Helvetas)

Obwohl 50-70% der Bevölkerung in Landwirtschaft involviert sei und 94% der Afrikanischen Landwirtschaft mit Regenwasser bewässert wird, ist der Kontinent ein Nettoimporteur von Lebensmitteln. Die nigerianische Unternehmerin Ndidi Nwuneli, die 2005 mit dem World Economic Forum Global Leader for Tomorrow-Preis ausgezeichnet wurde, sprach gestern am Helvetas-Symposium 2019 im Kursaal in Bern. Ursprung des Problems sieht sie in den minimalen Investitionen, die in den 80er und 90er Jahre im Agrarsektor getätigt wurden. Die Verkettung von Landwirten und Märkten fehle deshalb fast gänzlich, was zu wettbewerbsunfähigen Wertschöpfungsketten führe.