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Nestlé will Soda Stream konkurrenzieren

Nestlé ist heute schon ein grosser Player im Geschäft mit Mineralwasser in Flaschen, Nun will der Konzern auch in die Aufbereitung von Trinkwasser einsteigen.

von wy/LZ

Vor allem die Boni machen Schneiders Lohn so fett. (Bild Nestlé/zvg)

Soda Stream, der Anbieter von Kohlensäure-Geräten für Leitungswasser, wurde 2018 von PepsiCo für 3,1 Milliarden US-Dollar übernommen und erzielte zuletzt einen Umsatz von 543 Mio. Dollar Umsatz. In Deutschland wächst die Firma stark.

Nun will auch Nestlé in das lohnende Geschäft einsteigen, wie LZ-net schreibt. Konzernchef Mark Schneider bestätigte dies im Gespräch mit Analysten bei der Präsentation der Neun-Monats-Zahlen. Tests in den USA und Europa hätten überzeugt. Das neue Geschäft, das 2020 unter dem Namen Refill+ lanciert werden soll, sieht Schneider als einen von drei Schritten, um das Wassergeschäft auf Kurs zu bringen. Dabei soll Leitungswasser nicht nur mit Kohlensäure versetzt werden, sondern gereinigt und mineralisiert werden. Auch der Zusatz von verschiedenen Aromen soll möglich sein.

Bei Nestlé ist ferner ein Umbau der Wassersparte geplant, die in den ersten neun Monaten 2019 ein Wachstum von lediglich 0,5 Prozent erzielte. Die bisher eigenständige Division Nestlé Waters wird in die Länderorganisation integriert. Nestlé-Waters-Chef Maurizio Patarnello muss gehen, die neue Business Unit Wasser wird von Federico Sarzi Braga geführt, dem Leiter der Region Südeuropa.